Anschlagketten

Anschlagketten der Güteklassen 8 und 10 gehören zu den wichtigen Anschlagmitteln. Sie finden immer dann Anwendung, wenn schwere Lasten und Güter gehoben werden müssen, beispielsweise in der Industrie oder auf dem Bau. Die unterschiedlichen Ketten-Systeme können je nach Verwendungszweck angepasst werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Viele Zubehörvarianten

Egal für welches Kettensystem Sie sich entscheiden: die Auswahl an Zubehör ist riesengroß. Unterschiedliche Hakentypen, Verkürzungsmöglichkeiten, Aufhängeglieder, Drallfänger und, und, und … Ihre individuelle Anschlagkette für Ihren speziellen Einsatzfall lässt sich sicher zusammenstellen.

Dolezych hilft Ihnen gerne mit sachkundiger Beratung weiter. Nutzen Sie unsere Erfahrung!

 

Qualitätskontrolle – Sicherheit ist überlebenswichtig!

Dolezych-Anschlagketten sind hochfeste, vergütete Ketten, die einer strengen Qualitätskontrolle in allen Fertigungsprozessen unterliegen. Unsere Ketten durchlaufen folgende Qualitätskontrollen:

  • Prüfkraft: Die Belastung wird für alle Ketten mit dem 2,5fachen der Tragfähigkeit durchgeführt.
  • Mindestbruchkraft: Aus laufender Produktion werden regelmäßig Stichproben für Bruchbelastungen entnommen. Die Bruchkraft muss mindestens dem vierfachen der Tragfähigkeit entsprechen.
  • Magnetische Rissprüfung: Jedes Bauteil wird entsprechend DIN EN 1677 magnetisch auf Rissfreiheit geprüft.
  • Bruchdehnung: Die Kette muss sich vor dem Bruch um mindestens 20 % dehnen. Das ist eine zusätzliche Sicherheit für Sie, denn wenn die Kette überlastet wurde, können Sie dieses an der Überlänge rechtzeitig erkennen. Kette sofort auswechseln!

 

Inbetriebnahme von DoKett-Anschlagketten

Bevor die ausgewählte DoKett-Anschlagkette in Betrieb genommen wird, ist zu prüfen, ob die Identifizierung und Abmessungen richtig sind. Verwenden Sie niemals eine DoKett-Anschlagkette, die schadhaft oder deren Kennzeichnung nicht mehr vorhanden ist!

 

Der Lastentransport

Folgen Sie immer der guten Anschlagpraxis: Planen Sie den Anschlag-, Hebe- und Absetzvorgang vor Beginn des Hebevorganges.

  1. Vorbereitungen treffen: Gewicht der Last und Schwerpunkt ermitteln, Begleitpapiere lesen, auf gekennzeichnete Anschlagpunkte und Gewichtsangaben an der Last achten oder Wiegen der Last mit einer Kranwaage (DoLast). Das Schätzen von Gewicht und Schwerpunkt mit Hilfe von Gewichtstabellen ist keine geeignete Lösung. Nur wenn die Schwerpunktlage richtig ermittelt worden ist, kann man den Kranhaken in die richtige Position bringen!
  2. Dem Kranführer ist das Gewicht der Last mitzuteilen.
  3. Der Kranhaken ist senkrecht über den Schwerpunkt der Last zu fahren.
  4. Anschlagen der Last: Die Last ist so anzuschlagen, dass sowohl eine Beschädigung der Last als auch der DoKett-Anschlagkette vermieden wird. Um die Last zu heben, ohne dass sich diese verdreht oder umschlägt, sind folgende Bedingungen einzuhalten:
    a) Für 1-strängige DoKett-Anschlagketten muss der Anschlagpunkt senkrecht über dem Lastschwerpunkt liegen.
    b) Für 2-strängige DoKett-Anschlagketten müssen die Anschlagpunkte beiderseits und oberhalb des Lastschwerpunktes liegen.
    c) Für 3- und 4-strängige DoKettAnschlagketten müssen die Anschlagpunkte gleichmäßig in einer Ebene um den Lastschwerpunkt verteilt sein und sollten oberhalb des Lastschwerpunktes liegen.
    Unbedingt Neigungswinkel ß (Winkel zwischen der Senkrechten und dem Anschlagmittel) beachten: Je größer der Neigungswinkel, desto geringer ist die Tragfähigkeit. Neigungswinkel über 60° sind nicht zulässig!
    Bei 3- und 4-strängigen DoKett-Anschlagketten und ungleicher Lastverteilung darf nur von der Tragfähigkeit einer zweisträngigen DoKett-Anschlagkette in Abhängigkeit vom größten Neigungswinkel ausgegangen werden. Treten bei zweisträngigen DoKett-Anschlagketten unterschiedliche Neigungswinkel (s. Abb.) auf, darf nur die Tragfähigkeit eines einzelnen Stranges zugrunde gelegt werden.

    !!! Lasten können verrutschen oder fallen, wenn sie falsch angeschlagen werden. Eine fallende Last kann zu schweren Verletzungen und Tod führen !!!

    Beispiel für ungleiche Neigungswinkel ß:
    Anschlagketten_unterschiedliche Neigungswinkel







    Zur Vermeidung einer Überlastung des stärker belasteten Stranges darf nur ein Strang als tragend angenommen werden! Mit ungleicher Lastverteilung ist immer zu rechnen, wenn
    – die Last unelastisch ist (z. B.: Betonteile, Gussstücke, kurze Träger u. ä.),
    – die Lage des Schwerpunkts nicht bekannt ist,
    – die Last ungleichmäßig geformt ist,
    – unterschiedliche Neigungswinkel auftreten.
    Nur geeignete und ausreichend dimensionierte Lastangriffspunkte verwenden.

    !!! Nie unter Umschnürungen fassen! Achtung: Im Hängegang darf nicht angeschlagen werden !!!

    Von dieser Regel ausgenommen ist der Anschlag
    – großstückiger Lasten, sofern das Zusammenrutschen der Anschlagmittel und eine Verlagerung der Last ausgeschlossen sind,
    – langer, stabförmiger Lasten unter Traversen, sofern eine Schrägstellung der Traverse zwangsverhindert und die Last so unterfangen ist, dass sie sich nicht übermäßig durchbiegt. Eine Schrägstellung der Traverse braucht nicht zwangsverhindert zu sein, wenn durch die Beschaffenheit und die Oberfläche der Last oder durch den Anschlag ein Herausschießen der Last oder von Teilen der Last verhindert ist.
    Bei Verwendung im Schnürgang beträgt die Tragfähigkeit nur 80 % der angegebenen Tragfähigkeit! Dabei ist zu beachten, dass sich ein Schnürwinkel von 120° einstellen soll. Wenn
    mehrere Kettenstränge im Schnürgang benutzt werden, darf die Last dadurch nicht verdreht werden. Werden mehrsträngige DoKett-Anschlagketten so verwendet, dass nicht alle Stränge tragen, so sind die nicht benutzten Stränge in den Aufhängekopf hochzuhängen. Entsprechend reduziert sich die Tragfähigkeit der benutzten Stränge.
  5. Verlassen des Gefahrenbereiches.
  6. Verständigung mit allen an dem Anschlagvorgang Beteiligten herbeiführen. Warnung Unbeteiligter im Transportbereich und im Abladegefahrbereich.

    !!! Warnung: Zu den gefährdeten Personen gehören z. B. Anschläger und andere Personen, die sich im Bereich des Transportweges aufhalten !!!

  7. Zeichen geben an den Kranführer durch nur eine einzige Person.
  8. Beim probeweisen Anlüften beachten, ob
    a) sich die Last verhakt hat oder festsitzt,
    b) die Last in Waage ist bzw. richtig hängt und
    c) alle Stränge gleichmäßig tragen.
  9. Schief hängende Lasten wieder ablassen und neu befestigen.
  10. Transportieren der Last durch den Kran.
  11. Beim Transport sperriger Teile und bei Windbelastung führt man die Last mit einem Leitseil. Man geht dabei außerhalb des Gefahrbereiches,
    z. B. neben statt vor Fahrzeugkranen.
  12. Absetzen der Last nach Anweisung des Anschlägers.
  13. Last gegen Umstürzen und Auseinanderfallen sichern.
  14. Entfernen der Anschlagmittel von der Last.
  15. Haken der Anschlagmittel in den Aufhängekopf hängen.
  16. Beim Anheben der unbenutzten Anschlagmittel darauf achten, dass diese sich nicht an der Last verhaken.

 

Wichtige Anwendungs- und Warnhinweise

  • Beim Arbeiten mit DoKett-Anschlagketten Handschuhe tragen (Verletzungsgefahr!)
  • Vermeiden Sie Reißen oder Ruckbelastung
  • DoKett-Anschlagketten dürfen nicht geknotet oder verdreht belastet werden
  • Last darf nur im Hakengrund und in Lastrichtung angehoben werden
  • Haken und andere Kettenendbeschläge dürfen nicht auf Biegung beansprucht werden
  • Verkürzungen dürfen nur durch Verkürzungshaken bzw. -klauen vorgenommen werden. Besonderer Hinweis für den Verkürzungshaken mit Öse oder Gabel: Die DoKettAnschlagkette ist so in den Verkürzungshaken einzulegen, dass der belastete Kettenstrang (Kennzeichnung F auf dem Haken) in einer Linie mit der Aufhängeöse des Verkürzers steht.
  • Parallelhaken müssen beidseitig Stützrippen haben, damit das Kettenglied besser abgestützt wird. Der Einsatz ohne Stützrippen ist verboten. Die Kette muß richtig in die Verkürzertasche der Verkürzerklaue eingelegt sein. Bei Parallelhaken und Verkürzungsklaue darf nur die nach unten abgehende Kette belastet werden.
  • Eine Falschanwendung führt zur Beschädigung der DoKett-Anschlagkette und kann den Absturz von Lasten zur Folge haben!
  • Aufhängeglieder müssen im Kranhaken frei beweglich sein
  • Haken niemals auf der Spitze belasten
  • Bei scharfkantigen Lasten sind die DoKett-Anschlagketten durch Zwischenlagen (Dolezych-Kantenschoner, behelfsweise Kanthölzer) zu schützen. Alternativ kann die Kette auch eine Nenngröße stärker gewählt werden, um sie zu „panzern“. Eine scharfe Kante liegt bereits vor, wenn der Kantenradius r kleiner als der Kettenglieddurchmesser d ist.

Es ist insbesondere verboten:

  • Kettenglieder mit Draht zusammenzubinden oder mit Schrauben zusammenzuhalten
  • Kettenglieder unterschiedlicher Nenndicke ineinander zu stecken und zum Zusammenhalten einen Bolzen, Nagel o. ä. dazwischen zu stecken
  • Kettenbauteile unterschiedlicher Güteklassen miteinander zu verbinden. Ausnahme: Die Tragfähigkeitskennzeichnung des Gesamtsystems wird auf das Bauteil mit der geringsten Tragfähigkeit ausgelegt.
  • Haken mit ihrer Spitze in ein Kettenglied einzuhängen
  • offene oder genietete Notglieder zu verwenden
  • DoKett-Anschlagketten nach Bruch oder Verformung eines Kettengliedes zu verwenden
  • durch Überlastung steifgezogene DoKett-Anschlagketten weiter zu verwenden
  • DoKett-Anschlagketten mehrfach um Lasthaken zu schlingen

 

Aufbewahrung von Anschlagketten

DoKett-Anschlagketten werden zweckmäßigerweise an Gestellen hängend aufbewahrt.