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Sichere Fahrt für’s Obst

Bislang standen Transporteure von Kunststoff- oder Holzgroßkisten oft vor der Herausforderung, dass die Transportkisten den geforderten Vorspannkräften beim Niederzurren nicht Stand hielten und daher nicht so viele Zurrmittel wie eigentlich benötigt praktisch angewandt werden konnten. Eine gesetzeskonforme Ladungssicherung war daher in vielen Fällen nicht möglich.

Das neu entwickelte DoLaSiKo-System zur Ladungssicherung von Obstgroßkisten ist eine Weiterentwicklung unseres DoUniFlex-Systems (bisher für Betonstahlmatten oder Oktatainer), mit dem die 1.200 x 1.000 mm großen Kisten durch eine Kopfschlinge formschlüssig im Direktzurrverfahren (mit LC 4.000 daN) in und entgegen der Fahrtrichtung gesichert werden. Dafür wird es mit je vier Zurrgurten in einem 45° Winkel gespannt und ermöglicht nun eine sichere, zeitsparende und mit §22 der Straßenverkehrsordnung konforme Ladungssicherung der Obstgroßkisten.

Ihr Ansprechpartner:
Walter Eckstein, Verkauf Transport & Logistik
02 31 / 82 85 – 421
walter.eckstein@dolezych.de


Aus Freude an der Innovation

Ein Erfahrungsbericht zur DoNova® PowerLash

In der Sonne am Fahrbandrand steht ein gelber Tieflader der Firma Northwest Logistics Heavy Haul, der einen voluminösen, weißen Tank geladen hat. Gesichert ist die gewichtige Ladung mit sieben DoNova® PowerLash-Systemen mit jeweils knapp 10 m Länge. Diese beeindruckenden Bilder erreichten uns Anfang Februar aus den USA.
Was ist die Geschichte dahinter? Was hat das Kranservice-Unternehmen aus Oklahoma überzeugt, unsere neuen textilen Ketten aus der Hochleistungsfaser Dyneema® zu nutzen? Und welche Erfahrungen hat es damit gemacht?

Ein herausforderndes Werbeversprechen

„Wir möchten neue kreative Technologien ausprobieren, die Verbesserungen für unsere Branche bringen“, erklärt Ace Carter, Ingenieur bei Northwest Logistics Heavy Haul. „Es hieß, die flexiblen DoNova® PowerLash-Ketten seien viel leichter und unkomplizierter zu handhaben als Stahlzurrketten – obwohl sie genauso leistungsfähig sind. So eine Aussage macht uns natürlich neugierig“, lacht er.

Bildquelle: Northwest Logistics Heavy Haul

Praxis zerstreut Bedenken

Das amerikanische Unternehmen nutzt die leichte PowerLash für den Transport schwerer, großvolumiger Tanks und Behältnisse sowie zur Sicherung ebenso gewichtiger Krankomponenten. Dabei kommt es darauf an, die empfindlichen Ladegüter ohne Beschädigungen zu ihrem Zielort zu befördern. Bei in der Vergangenheit getesteten „normalen“ textilen Sicherungsmitteln, die sich aufgrund ihres weichen Materials besonders gut für diese Anforderungen eignen, musste man allerdings Schwächen in Hinblick auf Abrieb und UV-Beständigkeit hinnehmen. Daher galten anfängliche Vorbehalte gegenüber der DoNova® PowerLash-Zurrkette auch in erster Linie ihrer Robustheit und Haltbarkeit. „Diese Sorge hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Wir nutzen die textilen Ketten nun schon seit November 2018 und können bisher keine bemerkenswerten Abnutzungen feststellen“, freut sich Ace Carter. Sie schone die Oberflächen der Ladung hervorragend und sei gleichzeitig enorm robust.

Handfester Nutzen

Er berichtet, dass der Vorteil des geringen Gewichts und der geringen Dehnung (<1%) eine Reihe weiterer Mehrwerte biete: Für den Anwender sei es einfacher und zeitsparender, die DoNova® PowerLash als Ladungssicherung anzubringen. Zweitens sinke die Verletzungsgefahr beim Handling dieser Sicherungsmittel, die im Bereich Schwertransport nicht selten 10 m Länge und mehr aufweisen. Ace Carter schwärmt: „Unsere Fahrer ‚lieben‘ die PowerLash-Ketten!“

Und auch der Unternehmer profitiert vom Einsatz der DoNova® PowerLash. „Das Arbeiten damit ist um einiges einfacher. Die Be- und Entladevorgänge gehen viel zügiger vonstatten und der Fahrer ermüdet nicht so schnell“, erklärt Ace Carter. Wir von Dolezych sind begeistert, wie sich die Vorteile der DoNova® PowerLash bei Northwest Logistics Heavy Haul bestätigt haben und konkreten Nutzen stiften konnten!

Bildquelle: Northwest Logistics Heavy Haul

Wer’s ganz genau wissen will

„Hard Facts“ zur textilen Kette DoNova®:

  • 0.6 kg pro Meter
  • Bis zu 85% leichter als Stahl
  • Gemessen am Gewicht 40% fester als Aramid- fasern und 15x fester als Qualitätsstahl
  • Chemikalienbeständig
  • Schnittunempfindlich und besonders abriebfest

Weitere beeindruckende Fakten finden Sie unter „TIMES ARE CHAINGING“.


Ein Zurrgurt-Test von B bis Z

Zu Gast im Dolezych-Prüflabor

Erinnern Sie sich? In der letzten Ausgabe der Dolezych Aktuell (Herbst 2019) haben wir Ihnen Winfried Röhn vorgestellt. Als Mitarbeiter der Qualitätssicherung ist der 51-jährige Ingenieur in unserem Prüflabor tätig und schloss 2017 (von seinen Kollegen beinahe unbemerkt) ein berufsbegleitendes Maschinenbau-Studium ab.

Nun durften wir seine Kollegin Halina Kampa bei der Serienprüfung eines Zurrgurts begleiten. Auch ihr beruflicher Werdegang ist spannend, denn ihr Weg führte sie über die Stationen Bankkauffrau und Physiotherapeutin schließlich 2015 als angehende Industriemechanikerin zu Dolezych.

Aufwendige Prüfungsvorbeitungen

Bevor wir mit den eigentlichen Prüfvorgängen loslegen können, müssen die Testbedingungen genaustens in einer speziellen Prüfsoftware am Computer festgehalten werden. Das Datum, die Produktbeschreibung, der Name des/der Prüfers/in, die Temperatur – alles wird genaustens dokumentiert. Ist diese Vorbereitungsarbeit erledigt, kann es richtig losgehen.

Er hält, was er verspricht – und mehr

„Bestandteil einer Serienprüfung für einen Zurrgurt nach EN 12195-2 sind eine Belastungsprüfung (B), eine Gurtbandprüfung und ein Zugversuch (Z). Über unser Qualitätssicherungssystem ist verbindlich festgelegt, wie viele Gurte je Losgröße zufällig ausgewählt und geprüft werden“, erklärt uns Halina Kampa. Wir starten mit einer Belastungsprüfung, bei der der in die Prüfmaschine eingesetzte Zurrgurt mit dem 1,25- fachen seiner LC (Lashing Capacity) auf Spannung gebracht und eine Minute gehalten wird. Weist der Zurrgurt danach keine oder nur geringe (in der Norm festgelegte) Verformungen oder Fehler auf, ist die Prüfung bestanden. Das heutige (wenig überraschende) Ergebnis: mit Bravour bestanden! Anschließend steht ein Zugversuch an, bei dem kontrolliert wird, ob das Gurtsystem inklusive Haken und Ratsche die geforderte Mindestbruchkraft erreicht. Auch hier hält unser geprüfter Zurrgurt, was sein Etikett verspricht. Zwischen den einzelnen Tests läuft Halina Kampa immer wieder zum Computer, um die Prüfparameter und die anschließenden Ergebnisse einzutragen. Als Letztes muss er die Gurtbandprüfung erfolgreich absolvieren, die sich aus einer Zugprüfung (hier wird das Gurtband mit dem 3-fachen der LC des Zurrgurtes belastet) und einer Dehnungsprüfung (laut Norm max. 7%, Dolezych garantiert sogar max. 5%) zusammensetzt. Beide Tests besteht der von Halina Kampa geprüfte Zurrgurt ebenfalls ohne Probleme.

Sicherheit über die Norm hinaus

Alles in allem dauert unser Besuch – und damit der Prüfprozess für nur einen einzigen Zurrgurt – etwa eine halbe Stunde (üblicherweise wird sogar eine Stichprobe von drei Zurrgurten geprüft). Anders als man erwarten würde, machen die Prüfvorgänge selbst dabei allerdings den kleinsten Zeitanteil aus. „Die Prüfvor- und
-nachbereitung ist das, was sehr zeitaufwendig ist, da alle Werte und Einstellungen genau dokumentiert werden müssen“, erläutert Halina Kampa. „Aber so aufwendig das Ganze auch sein mag – letztlich geht es ja darum, als Hersteller nicht nur der Norm entsprechend zu handeln, sondern unseren Kunden qualitativ hochwertige und sichere Produkte zu liefern. Dafür lohnt sich der Einsatz.“

Wer’s ganz genau wissen will

Die Serienprüfung einer Stichprobe von drei Zurrgurten dauert etwa 1 ½ Std., eine Gesamtprüfung (z. B. bei Erstmustern) sogar einen ganzen Tag. Verbindlich vorgegebene Prüfungsbestandteile sind laut Norm DIN EN 12195-2:

  • Serienprüfung: Belastungsprüfung, Gurtbandprüfung, Zugversuch
  • Gesamtprüfung: Belastungsprüfung, Gurtbandprüfung, Zugversuch, Handhebeltest, Zyklen- & Vorspanntest

Vom Erfahrenen lernen

Ein Kaminabend mit Udo Dolezych

Udo Dolezych (li.) im Kamingespräch mit Caroline Pitzer und Thomas Szabo

Was hat jemand zu erzählen, der seit mehr als 40 Jahren und in zweiter Generation ein international tätiges Familienunternehmen leitet? Gespannt darauf waren rund 20 Marketing-Junioren („JuMPs“) und Gäste des Marketingclubs Dortmund, die am 28.01.2020 zu einem urigen Kaminabend im Parkhotel Wittekindshof zusammenkamen. JuMP-Sprecherin Caroline Pitzer und Thomas Szabo, Vizepräsident „Programm“ beim Marketingclub, führten durch das kurzweilige Gespräch mit Udo Dolezych.

In regem Austausch mit den Junioren ging es u. a. um Aspekte wie Unternehmensnachfolge, Führungseigenschaften oder Mitarbeiterloyalität. Zum Thema Work-Life-Balance gab Udo Dolezych den jungen Zuhörern mit auf den Weg, sich neben Phasen intensiver Arbeit auch Auszeiten zu gönnen: „Sport und Urlaub sorgen dafür, dass man nachhaltig fit und leistungsfähig bleibt.“ Außerdem sei es wichtig, das eigene Fachwissen immer weiter auszubauen. Die Leidenschaft für Produkte und Absatz seien es, die ihn auch heute noch jeden Tag in die Firma lockten, obwohl Sohn Tim Dolezych und Geschäftsführer Karl-Heinz Keisewitt das tägliche Geschäftsgeschehen schon länger weitgehend selbstständig leiten. Es sei wichtig, Aufgaben abgeben zu können. „Das musste ich auch erst lernen, als ich Anfang der 90er Jahre das erste Mal einen Geschäftsführer einstellte“, lacht Udo Dolezych. „Aber es ist genauso wichtig, jemanden zu finden, der Verantwortung übernimmt.“

Mit lockerem Beisammensein und weiterem persönlichen Austausch fand ein überaus interessanter Abend mit lebhaften Erzählungen und wertvollen Unternehmer-Tipps seinen Ausklang.


Spannende Erkenntnisse beim Sicherheitstag für Zurrgurte in Dortmund

Thema: Was unterscheidet einen guten von einem schlechten Zurrgurt?

Qualitativ minderwertige Ladungssicherungsmittel – vor allem Zurrgurte – sorgen regelmäßig für Unsicherheit und Unmut. Auch bei einem unserer Kunden aus Süddeutschland war das Thema zuletzt verstärkt in den Fokus geraten. Denn dieser Großhändler muss zunehmend mit unseriösen Anbietern konkurrieren. Die sehr billigen, aber nicht normkonformen und damit nicht sicheren Zurrgurte verzerren den Wettbewerb. Dadurch gefährden sie letztlich auch sogar unbeteiligte Verkehrsteilnehmer. Vor diesem Hintergrund entstand der Wunsch eines gemeinsamen Sicherheitstags vor Ort bei uns in Dortmund. Die Teilnehmer sollten von uns als Qualitätshersteller dafür sensibilisiert werden, an welchen Merkmalen sie qualitativ hochwertige Zurrgurte erkennen können. Und in praktischen Übungen sollten sie selbst ausprobieren, mit welchen anwendungsbezogenen Herausforderungen es ein Lkw-Fahrer täglich bei der Ladungssicherung zu tun hat.

Ein guter Indikator: Das Zurrgurt-Etikett

Geplant – getan. Im Dezember letzten Jahres traf sich eine kleine Projektgruppe in unserer Hauptniederlassung im Dortmunder Hafen. Unser Kollege Adrian Lutzinski hatte sich ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht. Zunächst ging es quer durch die textile Dolezych-Produktion von Zurrgurten, Netzen und Co. Adrian Lutzinski erklärte dabei unter anderem, worauf es beim Zurrgurt-Etikett ankommt: „Auf einem qualitativ hochwertigen Etikett sind mindestens die von der Norm geforderten Informationen aufgedruckt. Bei minderwertigen Zurrgurten fehlen oft einige dieser Angaben. Ein GS-Zeichen ist als Qualitätsindikator zu betrachten. Dieses wird bei einem Prüfinstitut von einem Hersteller freiwillig beantragt. Allerdings sind teilweise sogar minderwertige Produkte mit solchen Etiketten und GS-Zeichen gekennzeichnet (wir berichteten: Dolezych Aktuell, Herbst 2018). Das ist dann eindeutig Betrug.“ Ein CE-Zeichen entlarve dagegen einen minderwertigen Artikel sofort. Denn ein Zurrgurt fällt nicht unter die Gültigkeit der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG; er darf deshalb auch nicht mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet werden.

Beeindruckender Besuch im Prüfraum

Sehr nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist den Gästen der Besuch im Prüflabor, wo sie Zeuge einer Zurrgurt-Prüfung werden durften. „Besonders geschockt hat mich, wie schnell Schäden in Form von Rissen oder Verformungen an Billigzurrgurten sichtbar werden, obwohl die auf dem Etikett angegebene Mindestbelastbarkeit noch nicht erreicht ist“, erinnert sich ein Teilnehmer.

Hands-On in Selm

Beim Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung in Selm konnte die Gruppe schließlich beim Sichern unterschiedlicher Ladegüter selbst Hand anlegen. Der Vertriebstrainer des Großhändlers verrät: „Gar nicht so einfach – wir haben anfangs in der Gruppe länger gebraucht als ein Fahrer normalerweise braucht. Nach ein paar Anleitungen hat es dann aber super und schnell geklappt.“ Highlight des Sicherheitstages waren die praktischen Fahrdemonstrationen auf der Freiluft-Teststrecke. Eindrucksvoll wurde demonstriert, was bei einer Vollbremsung bei einem Tempo von gerade einmal 30 km/h mit einer ungesicherten Palette passiert: Ohne Schutzvorrichtung wäre sie aufgrund der hohen Fliehkräfte durchs Fahrerhaus geflogen! „Nicht auszudenken, was bei
80 km/h passieren würde!“, erzählt ein Teilnehmer beeindruckt.
„An dem Abend sind wir um einige Erkenntnisse reicher nach Hause gefahren, die wir an unsere Kunden weitergeben können. Toll, dass Dolezych uns diesen Sicherheitstag angeboten hat. Da zeigt sich die Bedeutung jahrelanger, enger Partnerschaft.“

Haben Sie auch Interesse an einem Sicherheitstag bei uns in Dortmund? – Sprechen Sie uns gerne darauf an!

Ihr Ansprechpartner:
Adrian Lutzinski, Verkauf Großhandel
02 31 / 82 85 – 496
adrian.lutzinski@dolezych.de

Wer’s ganz genau wissen will

Diese Angaben gehören auf ein Zurrgurt-Etikett und müssen in Serien- bzw. Gesamtprüfungen nachgewiesen werden:

  • Zulässige Zugkraft (LC)
  • Hand- (SHF) und Vorspannkraft (STF)
  • Norm, nach der der Zurrgurt gefertigt wurde
  • Gurtbandwerkstoff
  • Nutzlänge
  • Hersteller und das Herstelljahr
  • Rückverfolgbarkeitscode
  • Dehnung des Zurrgurtes
  • Warnhinweis „Nicht heben, nur zurren!“

Mission Completed: Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Wir gratulieren ganz herzlich zum Ausbildungsende! Die drei (nun nicht mehr) Dolezych-Azubis Benjamin Queitzsch, Lucia Schoener und Tristan Schade haben nach der schriftlichen (November 2019) auch ihre mündliche Prüfung (Januar 2020) zum/zur Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau mit Erfolg gemeistert.

Thema beim mündlichen Test waren für alle drei Prüflinge verschiedene Situationen des Neukundengesprächs. Auch während der praktischen Ausbildungszeit im Betrieb haben sie überzeugt. Daher freuen wir uns sehr, dass sie dem Dolezych-Team auch zukünftig erhalten bleiben.
Tristan Schade betreut seit April Kunden der Bereiche Maschinenbau & Energie, Benjamin Queitzsch Kunden der Bereiche Transport & Logistik und Lucia Schoener Kunden aus dem Bereich Technischer Handel.

Azubi-Projekt der IHK: Energie-Scout-Challenge 2020

Das Thema Nachhaltigkeit ist zurzeit in aller Munde. Dies hat auch die IHK (Industrie- und Handelskammer zu Dortmund) zu einer Projektidee inspiriert: Wie lässt sich in einem Unternehmen energieeffizient und ressourcenschonend wirtschaften? Um Auszubildende für die Themen Umweltschutz und Energiewende zu sensibilisieren, hat die IHK zu Dortmund gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW und der Effizienz-Agentur NRW die „Energie Scout Challenge“ ins Leben gerufen.

8 Teams, 8 Projekte

Startschuss für die Projektrunde 2020 war im Oktober letzten Jahres. Dolezych wurde durch die Auszubildenden Abdullah Metan (Maschinen- und Anlagenführer), Maurice Brandt und Nico Munk (beide Groß- und Außenhandelskaufmann) vertreten. Nach drei einführenden Workshops, in denen auch Themen wie Projektmanagement und Präsentationstechniken behandelt wurden, ging es für die acht Teams mit je zwei bis drei Auszubildenden aus den regionalen Unternehmen darum, das Erlernte in Konzepte für praktische Projekte zu übersetzen.

Projektidee spart Kosten und Energie

Den drei Dolezych-Azubis war es wichtig, eine langfristige Lösung zu erarbeiten, die im Unternehmen auch tatsächlich umsetzbar ist, erklärt Nico Munk. Sie befassten sich in ihrem Projekt eingehend mit dem Thema Druckluftverluste und fanden heraus, dass durch frühzeitigeres Beheben von Leckagen im Druckluftsystem der Produktionsgebäude jährliche Energie- und Kosteneinsparungen in Höhe von 5.000 bis 7.000 Euro möglich sind. Deshalb entwickelte das Team einen Prozess, der zukünftig beim Auftreten von undichten Stellen oder Leckagen im Druckluftsystem für eine verbesserte Kommunikationskette sorgen soll und gleichzeitig sollen die Produktions- oder Fertigungsmitarbeiter für dieses Thema sensibilisiert werden.

Positive Resonanz trotz verpasstem Sieg

Ende Februar 2020 stellte das Projektteam sein Konzept schließlich im Großen Saal der IHK einer Fachjury vor. Am Ende musste man sich zwei anderen Teams (Flughafen Dortmund GmbH & REMONDIS Production GmbH) geschlagen geben, die am 01. Juli zur Bundesbestenehrung aller Energie-Scouts nach Berlin fahren dürfen. Obwohl es am Ende nicht zum Treppchen gereicht hat, blickt Azubi Nico Munk positiv auf die Zeit zurück: „Trotz des großen zeitlichen Aufwandes in der Projektfindungs- und Ausarbeitungsphase ist man am Ende stolz, wenn das eigene Projekt auf positive Resonanz im Unternehmen trifft.“ Die Idee der Dolezych-Azubis wurde unternehmensintern zügig umgesetzt und leistet so kurzfristig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Wenn die Energie-Scout-Challenge in die zweite Runde geht, wollen unsere Azubis wieder dabei sein.

Ihr Ansprechpartner zum Thema Ausbildung:
Sebastian Gluche, Personal
02 31 / 82 85 – 774
sebastian.gluche@dolezych.de


Neue Videos zum TensionController

Wie erklärt man ein neues Produkt, wenn man keinen persönlichen Kontakt hat und das Produkt dem Interessenten nicht praktisch vorführen und erklären kann? In Zeiten von YouTube, Social Media, Smartphones und Tablets am besten doch wohl in einem Video, dachten wir uns. Also machten wir uns auf den Weg zum Fahrzeugbauer FVG GmbH & Co. KG, der kürzlich sein neues, energiesparendes Firmengebäude am Standort Wildeshausen (Nähe Bremen) bezogen hat. Dort wollten wir einen Anwendungsfilm zu unserem neuen TensionController drehen. Mit Hilfe dieses Controllers können sowohl Pkw als auch Lkw auf einem Fahrzeugtransporter absolut sicher, einfach und schnell per Reifenradsicherung verzurrt werden.

Hält sicher und schont das System

Durch eine speziell entwickelte Oberflächenstruktur ist unser TensionController extrem rutschhemmend. Gleichzeitig sorgt die gleitende Innenbeschichtung für perfekte Bedingungen einer optimalen Kraftübertragung sowie einer schonenden, gleichmäßigen Beanspruchung der Fahrspurrillen-Oberfläche des Fahrzeugtransporters. Die besondere Gleiteigenschaft bewirkt zusätzlich, dass der Zurrgurt (35 mm oder 50 mm) beim Einfädeln und Positionieren schnell durch den Controllerschlauch hindurchgeführt werden kann.

Die Systeme (TensionController plus Zurrgurt) sind im Standard mit Gurtbändern aus Polyester (Dehnung <4%) und in der Premium-Version mit der Hochleistungsfaser UHMW-PE (Dehnung <1,5%) ausgestattet. Möglich wäre auch eine Mischung aus beiden Materialien (Dehnung <2,5%). UHMW-PE unterstützt die guten Gleiteigenschaften des TensionControllers und sorgt damit für eine noch optimalere Verteilung der Vorspannkraft und einen positiven Einfluss auf das Nachspannen. Zusätzlich kann je nach persönlicher Präferenz und Einsatzgebiet zwischen 360°‑drehbarem Wirbelhaken oder Profilhaken gewählt werden. Das System wurde gemäß der VDI-Richtlinie 2700, Blatt 8.1 und 8.2 entwickelt, ist GS-zertifiziert und konform mit den DAIMLER-Verladerichtlinien. Fazit: Alles top.

TensionController als Premium-Zubehör

Diese Fülle an Vorteilen hat auch FVG überzeugt. Das Unternehmen war beim Videodreh in den Produktionshallen daher gerne mit von der Partie. Jeder Kunde, der jetzt ein FVG-Fahrzeug erwirbt, erhält beim Kauf auch ein Reifensicherungs-Set, bestehend aus Dolezych-Zurrgurten und TensionController. Technikleiter Ingo Pintaske: „Unsere Fahrzeugtransporter sind ein Premium-Produkt; dazu gehört selbstverständlich auch der Dolezych TensionController als Fahrzeugsicherung.“

Film ab!

Resultat des spannenden Besuchs bei den gastfreundlichen Fahrzeugbauern aus Wildeshausen sind zwei Videos. Im ersten Film wird erklärt, wie das Gurtsystem mit TensionController am Pkw-Reifen angelegt wird und welche Vorteile es dabei gibt; das zweite, wie ein Lkw-Reifen verzurrt wird. Überzeugen die Videos auch Sie? – Wir wünschen viel Freude beim Zuschauen!

Hier geht’s zum Video „TensionControllers am Pkw-Reifen“.

Hier geht’s zum Video „TensionController am Lkw-Reifen“.

Was bisher geschah

  • 2016: Von TÜV SÜD und Kässbohrer durchgeführte Reibbeiwertstudie weist drauaf hin, dass Berechnungsgrundlage für die Ladungssicherung von Fahrzeugen fehlt.
  • Beginn 2018: Weitere Untersuchunge ergeben, dass Sicherungssysteme beim Pkw- und Lkw- Transport erheblich höheren Belastungen unterliegen als bis dato bekannt ist.
  • Herbst 2018: Dolezych und TÜV SÜD veröffentlichen eine Studie zu den auftretenden Kräften bei der Pkw- und Lkw-Reifensicherung (Download auf www.tuev-sued.de/truck).
  • Beginn 2019: Die mit dem TÜV SÜD gemeinsam entwickelte (erste und bislang einzige) Prüfgrundlage zur Ermittlung der Sicherungskräfte am Reifen und in den Zurrgurt-Komponenten wird freigegeben.
  • Herbst 2019: Auf dem neu entwickelten Prüfstand werden ab sofort Zurrsysteme mit einem eigenem Logo zertifiziert.

„The future of lashing explained…“

Exklusives Webinar von DSM zur Anwendung textiler Zurrketten

„Ketten müssen aus Stahl sein. Ketten müssen laut sein. Ketten müssen schwer sein.“ – Diese vermeintlichen Grundsätze sind längst überholt.

Times are chainging mit der textilen Zurrkette DoNova® PowerLash!

Das Unternehmen DSM (Hersteller der Hochleistungsfaser Dyneema®) und die niederländische Schwerlastreederei JUMBO laden Sie herzlich zu einem kostenlosen Webinar ein! Darin berichten sie, wie hunderte Tonnen schwere Turmsegmente für Windkraftanlagen für ihren Seetransport von Nordenham im Norden Deutschlands zu einem großen Offshore Windpark in Taiwan mit unseren DoNova® PowerLash-Ketten gesichert werden.   

Ihr Nutzen

Im Webinar lernen Sie, wie man durch den Einsatz der textilen Kette DoNova® PowerLash

  • Ladungssicherungs-Prozesse leichter und sicherer gestalten,
  • die Zurrzeiten um bis zu 50% reduzieren
  • und dadurch Kosten sparen kann.

Zur Anmeldung

Melden Sie sich kostenlos für das Webinar am 9. Juni an. Wählen Sie einfach den Zeitpunkt, der Ihnen am besten passt.

Zeitpunkt 1: 10:00 Uhr

Zeitpunkt 2: 15:00 Uhr


85 Jahre Dolezych – Ein Interview mit Udo & Tim Dolezych

Im Gespräch mit Udo und Tim Dolezych

Sie beide haben jeweils die Unternehmensführung von Ihren Vätern übernommen. War das ganz selbstverständlich für Sie oder hatten Sie ursprünglich etwas anderes geplant?

Udo Dolezych: Das stand schon während meiner Schulzeit fest. Deswegen habe ich dann auch BWL studiert, um für meine zukünftige Rolle im Unternehmen gewappnet zu sein. Wenn mir damals klar gewesen wäre, wie viel Technik mit unseren Produkten zusammenhängt, hätte ich noch ein technisches Studium angehängt. Ich habe diese dann durch die Praxis gelernt. Um seinen Ingenieur beneide ich Tim allerdings ein bisschen… (lacht)

Tim Dolezych: Bei mir war es ähnlich wie bei meinem Vater. Spätestens im Wirtschaftswissenschaften-Studium war mir klar, dass auch ich in die Firma einsteigen möchte.

Was waren aus Ihrer Sicht entscheidende Meilensteine in der dieses Jahr 85-jährigen Dolezych- Geschichte?

Udo Dolezych: Mit Sicherheit die Einführung textiler Produkte Ende der 70er-Jahre, die uns zum Komplettanbieter für Hebe- und Zurrmittel gemacht hat – seit Mitte der 1980er-Jahre auch einschließlich Dienstleistungsangeboten wie Prüfservice, Instandhaltung und Seminaren. Ein weiterer bedeutender Schritt war 1992 die Eröffnung unserer polnischen Niederlassung in Kattowitz, die die Internationalisierung von Dolezych eingeläutet hat. Herausfordernd und entscheidend war es natürlich auch immer wieder, unser Unternehmen technisch weiterzuentwickeln, beispielsweise durch die Weiterentwicklung der IT oder die Umstellung auf automatisierte Produktionsprozesse.

Was war das für Sie spannendste Projekt bei Dolezych, das Sie begleiten durften?

Udo Dolezych: Die Firmengründungen in Polen, China und Chile. Das war eine ausgesprochen interessante und aufregende Zeit, in der ich viel dazugelernt habe.

Tim Dolezych: Neben der Firmengründung in den USA sind es für mich gerade die aktuellen Projekte rund um das Thema Digitalisierung, die mich besonders faszinieren, weil ich weiß, dass wir hier aktiv die Weichen für unsere Zukunft stellen.

Sie haben kürzlich die Philosophie des Unternehmens neu formuliert (nachzulesen auf unserer Website www.dolezych.de). Inwiefern unterscheidet sich die aktuelle Version von der alten?

Tim Dolezych: Wir haben uns in letzter Zeit intensiv damit beschäftigt, unseren Markenkern und unsere Unternehmensidentität zu formulieren. Beide Aspekte spiegelt die neu formulierte Philosophie deutlich präziser wider. Darüber hinaus betont sie gemäß unserer Mission und Vision, dass der Kundennutzen im Mittelpunkt unseres täglichen Tuns steht – dieser Fokus war uns besonders wichtig.

Wie drückt sich die Charakteristik „Familienunternehmen“ ganz konkret bei Dolezych aus?

Udo Dolezych: Die Mitarbeiter sehen, dass wir als Familie hinter ihnen und dem Unternehmen stehen. Die Entscheidungswege sind kurz, unsere Türen immer offen und es gibt viele Entscheidungsfreiheiten. Insgesamt geht es hier – im Gegensatz zu einem Konzern, wo der Einzelne eher anonym bleibt – sehr persönlich zu. Dieses Vertrauen geben uns die Mitarbeiter zurück, indem sie ihrerseits loyal hinter dem Unternehmen stehen.

Gerade in den letzten Jahren wird der Preiswettbewerb im Markt schärfer. Auch qualitativ minderwertige Produkte irritieren die Branche. Der Fachverband Seile und Anschlagmittel e. V. bspw. hat Ende 2018 gravierende Mängel an Zurrgurten aufgedeckt – auch bei Gurten mit GS-Zeichen. Mit welchen Strategien begegnen Sie diesen Entwicklungen?

Tim Dolezych: Ja, das ist tatsächlich eine große Herausforderung. Leider sind die niedrigpreisigen Produkte häufig qualitativ minderwertig.

Udo Dolezych: Hinzu kommt, dass zum Teil betrügerische Etikettierungen dazu führen, dass gesunde mit faulen Äpfeln verwechselt werden – um mal ganz bildlich zu sprechen. Die schlechte Qualität ist für den Kunden oft nicht ersichtlich, weil man den Produkten Qualitätsmerkmale wie Bruchkräfte, Tragfähigkeiten, Scheuerfestigkeiten etc. und damit eben ihre Funktionssicherheit nicht ansieht. Sie lassen sich nur mit Hilfe aufwendiger Prüfungen und QS-Maßnahmen feststellen. Über den Aufwand, den wir hier betreiben, müssen wir regelmäßig informieren und so das Vertrauen in unsere Qualitätsprodukte stärken.

Tim Dolezych: Zusätzlich bleibt es aus unserer Sicht weiterhin wichtig, Innovationstreiber zu sein – also das zu tun, was Unternehmen mit weniger fachlicher Expertise nicht können. Dazu brauchen wir auch bestens geschultes Personal, um unseren Kunden den größtmöglichen Nutzen zu bieten.

Welche weiteren Herausforderungen warten auf Dolezych in den nächsten Jahren?

Udo Dolezych: Ich denke, kontinuierliche Aufgabenstellung bleibt es, das Unternehmen durch Zeiten unruhiger Weltwirtschaft zu manövrieren. Der Zollstreit zwischen den USA und China oder das Corona-Virus sind nur zwei Beispiele aktueller Entwicklungen, auf die wir für unser Geschäft richtige Antworten finden müssen. Solche Herausforderungen werden auch in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht weniger werden.

Tim Dolezych: Meiner Meinung nach wird es auch darum gehen, mit dem digitalen Fortschritt umzugehen und daraus neue Möglichkeiten für uns zu schaffen. Wir alle werden uns in ganz neuen Bereichen wie KI weiterbilden müssen. Intelligente Produkte z. B. für autonomes Fahren bieten spannende Aufgaben. Es wird darauf ankommen, sich jeglichen Themen offen, lösungsorientiert und mit Tatkraft zu stellen.

Als Komplettanbieter für Hebe- und Ladungssicherungslösungen hat Dolezych eine sehr breit gefächerte Zielgruppe. Wo sehen Sie noch Potenzial und in welchen Bereichen wollen Sie auch in Zukunft noch stärker wachsen?

Tim Dolezych: Wir möchten auch künftig, z. B. über Innovationen, den Handel stärken. Und auch große industrielle Endverbraucher brauchen ein qualitativ hochwertiges Produktions- und Beratungsprogramm. Hier sind wir als Spezialist gefragt, dem Kunden die Arbeit sicherer und einfacher zu machen.

Ein schönes Schlusswort. Vielen Dank für Ihre Zeit!

Die gesamte Firmengeschichte des Unternehmens Dolezych können Sie hier nachverfolgen.


… plötzlich Ingenieur

Bei einem Besuch im Dolezych-Prüflabor ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, auf Winfried (Winnie) Röhn zu treffen. Er ist einer der vier Mitarbeiter der Abteilung Qualitätssicherung, die sich z. B. um die Wareneingangsprüfung von Roh- und Vormaterialien oder die Serienprüfung unserer konfektionierten Produkte kümmern. Auch die Beurteilung von Reklamationen und die Entwicklung von Prüfparametern für Produktinnovationen gehören zu seinem Aufgabengebiet. Pro Tag werden etwa 50 – 60 Einzelprüfungen z. B. an Seilen, Hebebändern, Anschlagketten, Zurrmitteln oder Hebezeugen durchgeführt. Sie reichen von „zerstörenden Prüfungen“ auf einer speziellen hydraulischen Zugprüfmaschine der Genauigkeitsklasse 1 zur Ermittlung der Bruchkraft eines Hebebandes bis hin zu normativ geforderten Produkt-Serienprüfungen von Zurrgurten nach DIN EN-Vorgaben. 

Zeitaufwändiger Prüfprozess

Diese Prüfvorgaben müssen alle Hersteller, unabhängig vom globalen Produktionsstandort, auf geeigneten Prüfmaschinen und Vorrichtungen durchführen und dokumentieren. Pro Gurt können die Prüfungen schnell bis zu einem halben Tag in Anspruch nehmen. Der Prüfprozess ist u. a. deshalb so zeitaufwändig, weil die Prüfungen auf unterschiedlichen Prüfmaschinen und Prüfvorrichtungen durchgeführt und alle Vorgänge detailliert dokumentiert werden. 

Die Prüf- und Dokumentationspflicht besteht übrigens auch für Produkte mit GS-Zeichen! Denn wer Produkte unter seinem Namen oder seiner Marke verkauft – egal woher sie stammen und ob er sie selbst gefertigt hat –, gilt als „Hersteller“ im Sinne der einschlägigen Gesetze und ihn trifft die volle Produktverantwortung. Die „volle Produktverantwortung“ meint in diesem Fall vor allem die Herstellerpflichten zur Produktprüfung und
-kontrolle z. B. durch Normen verbindlich vorgeschriebene Probenahmen für die Serienfertigung (stichprobenartige Kontrolle pro Fertigungslos), einschließlich deren Dokumentation und anschließender Produktüberwachung. So braucht es seine Zeit, einen Zurrgurt z. B. der „dynamischen Schwingprüfung“ (auch „Wechsellastprüfung“) zu unterziehen. 

„Wenn es um was Neues (…) geht, wird’s richtig interessant.“

„Mit dieser großen Anzahl an Prüfungen und deren Dokumentation kommen wir zum einen unseren Verpflichtungen als 9001-zertifizierter Hersteller nach und unterstützen zum anderen die Technik-Abteilung bei der Entwicklung von neuen Produkten. Und immer dann, wenn es um was Neues bei textilen Produkten wie Hebebändern, Seilen und Rundschlingen oder hochfesten Stahlprodukten wie Anschlagketten und Spezialseilen geht – wie z. B. den Umgang mit Hochleistungswerkstoffen wie Dyneema® oder anderen UHMW-PE-Fasern –, dann wird’s richtig interessant“, berichtet Röhn über die Herausforderungen seines Arbeitsalltages.

„Ich habe niemandem etwas davon erzählt.“

Der 51-jährige Röhn war schon während seines Statistikstudiums als Werkstudent bei Dolezych tätig. Sein weiterer beruflicher Werdegang ist ebenso ungewöhnlich wie bemerkenswert, denn 2011 begann er mit 43 Jahren ein Maschinenbau-Studium, weil er sich durch seine tägliche Arbeit nicht ausreichend gefordert fühlte. „Ich habe niemandem etwas davon erzählt“, gesteht Röhn. Er habe sich selbst erst einmal sicher sein wollen, dass der neue Weg tatsächlich der richtige für ihn ist. „Meine Arbeit wurde durch das Studium aber nicht beeinträchtigt. Uni war ja immer samstags.“ Hin und wieder war dann aber doch etwas Organisationsaufwand notwendig. Röhn erinnert sich an einen turbulenten Tag, an dem er morgens zur Arbeit kam, mittags an der Uni eine Klausur schrieb und anschließend bis in die Abendstunden eine neue Prüfmaschine abnahm. „Das ist dann die Herausforderung, wenn niemand informiert ist“, schmunzelt Röhn. Erst nach drei Jahren weihte er seinen Vorgesetzten von der Qualitätssicherung ein und konnte ihn als Betreuer für seine Bachelorarbeit gewinnen.  Das abschließende Kolloquium fand 2017 vor Ort bei Dolezych statt. Da zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht alle Mitarbeiter über das zwischenzeitliche Studium Bescheid wussten, war die verwunderte Bemerkung eines Kollegen über sein schickes Outfit an dem Tag kein Einzelfall. Und was hat sich seitdem geändert? „Ich bin viel mehr ‚draußen‘“, erzählt Röhn. Seit seinem Studium arbeite er deutlich mehr projektbezogen. Beispielsweise war er an der Entwicklung des neuen Ratschlastspanners DoRa80 beteiligt. „Viel Trubel und man kann nie wirklich planen, aber so habe ich es ja gewollt“, lacht Röhn.

Wer’s ganz genau wissen will

Für Hersteller normativ vorgeschriebene Prüfungen z. B. bei Zurrgurten umfassen:

  • Zurrgurtband: Bandbruchprüfung, Dehnungsprüfung
  • Ratsche: Belastungstest, Zugversuch, Handhebeltest
  • Haken: Belastungstest, Zugversuch
  • Gesamtsystem Zurrgurt: Zyklentest, Vorspanntest

Freiwillige Prüfungen bei Zurrgurten umfassen:

  • Zurrgurtband: Scheuertest
  • Ratsche, Haken: Härteprüfung

Dolezych prüft sowohl die obligatorischen Vorgaben als auch interne Qualitätsvorgaben und garantiert so die maximale Qualität der gefertigten Produkte.

DIN-Tagung im Dortmunder Hafen

Am 22. August traf sich die DIN-Arbeitsgruppe des NA 106-01-03 AA „Chemiefaserhebebänder und Zurrgurte“, SpA zu CEN/TC 1668/WG3 und CEN/TC 168/WG6 unter der Leitung von Obmann Udo Dolezych an unserem Firmensitz im Dortmunder Hafen. Auf der Tagesordnung standen aktuelle Themen zur Normung von Hebe- und Ladungssicherungsmitteln. 

Speziell ging es u. a. auch um die Normung von hochfesten textilen Anschlagmitteln, die zunehmend im Schwerlast-Hebebereich eingesetzt werden. Im Rahmen des Agendapunktes „Personalia” wurde Dolezych-Geschäftsführer Udo Dolezych in seinem Amt als Obmann des Ausschusses für weitere drei Jahre bestätigt, ebenso sein Stellvertreter Hans-Josef Neunfinger.

Neue „Spann“-Wege beschreiten

Ab November lieferbar

Diesen neuen Spanner mit extrem langem Spannweg (bis zu 70% mehr als bei Standard-Ratschlastspannern) und der sehr kompakten Bauform haben wir Ihnen in der Dolezych aktuell bereits detailliert vorgestellt.  Der Ratschlastspanner DoRa 80 ist nun ab November lieferbar und kann als Spannelement für 10-8er Zurrketten (Kettennenndicke 10mm, Güteklasse 8, LC 6.300 daN) und 10-10er (Kettennenndicke 10 mm, Güteklasse 10, LC 8.000 daN) eingesetzt werden.

Gute Noten vom Anwender

Selbstverständlich haben wir in der Entwicklungsphase bereits die Meinung von Anwendern zum DoRa-Ratschlastspanner eingeholt. So auch von André Ziel, Disponent bei der Mülders GmbH in Bergkamen und selbst ehemaliger Kraftfahrer. Für ihn ist bei Ratschlastspannern „ganz klar der Spannweg“ das entscheidende Kriterium für eine gute Handhabung. „Wenn man täglich mit Ratschlastspannern arbeitet, fällt einem sofort auf, wie viel Gewinde beim gespannten DoRa-Spanner und stramm gezogenen Ketten noch zu sehen ist“, staunt Ziel. Der DoRa eigne sich seiner Meinung nach damit auch für Aushilfsfahrer oder weniger geübte Ladungssicherer, die herkömmliche Lastspanner oft mehrmals spannen müssen, weil sie die Ketten beim Einhaken in den Spanner per Hand nicht ausreichend genug strammgezogen haben. Der übliche Ratschlastspanner ist dann nach dem Spannen bereits vollständig eingedreht, die Ketten sind aber immer noch nicht richtig gespannt.  André Ziel resümiert: „Mit dem DoRa-Ratschlastspanner lässt sich einfach angenehmer arbeiten.“

Erfahren Sie mehr auf www.dora-ratschlastspanner.de.

Ihr Ansprechpartner: Verkauf Ladungssicherung

Tel: 02 31 / 82 85 – 5801

vklasi@dolezych.de

Wer’s ganz genau wissen will

Das Geheimnis des einzigartigen Verhältnisses zwischen Spannweg und Baulänge liegt in der Konstruktionsweise unseres patentierten DoRa-Spanners. Seine beiden Gewindespindeln haben unterschiedlich große Durchmesser, wobei die breitere von beiden innen hohl ist. Statt wie sonst üblich gegeneinander werden die Gewindespindeln beim DoRa ineinander gedreht.

DoNova® am laufenden Band

Im Einsatz als Kopfschlinge

Bislang gab es unsere patentierte textile Kette ausschließlich als Gesamtsystem: als Zurrkette DoNova® PowerLash oder als Anschlagkette DoNova® PowerLift. Ab jetzt können Sie die vielseitig einsetzbare Innovation auch ohne Beschlagteile, d. h. die reine Meterware DoNova® erwerben. Die sechs verschiedenen Ausführungen 12/6, 25/8, 30/8, 25/10, 30/10 unterscheiden sich abhängig von Bandbreite (z. B. 12 mm) und Anzahl der Lagen (z. B. 6 Lagen) je Kettenglied in ihren Leistungsmerkmalen und technischen Eigenschaften.

Ihr Ansprechpartner:

Walter Eckstein, Verkauf Ladungssicherung

Tel: 02 31 / 82 85 – 421

Walter.Eckstein@Dolezych.de