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Acht Wochen bei Dolezych Türkiye – Ein Erlebnisbericht

Von Timur-Han Gümüs

Bereits bei meinem Vorstellungsgespräch im Frühjahr 2015 wurde die Möglichkeit erwähnt, während der Ausbildung eine Zeit in der Auslandsniederlassung in Istanbul zu verbringen. Ich wusste natürlich, dass die Firma Dolezych eine Vertretung in der Türkei hat und als ich gefragt wurde, ob ich dort ein Praktikum machen würde, da musste ich nicht zweimal überlegen – natürlich, ja!

Im 1. Lehrjahr tauschte ich mich mit einem Mit-Azubi aus, der bereits unsere Niederlassung in der Türkei besucht hatte. Er erzählte mir von den Erfahrungen, die er dort gesammelt hat.

Als ich dann im 2. Lehrjahr das Vorhaben mit Ausbilder, Abteilungsleiter und unserem Geschäftsführer in der Türkei besprochen hatte, stand dem Abenteuer Auslandspraktikum in Istanbul nichts mehr im Weg. Bei den Formalitäten, die für das Auslandspraktikum erbracht werden mussten, unterstützte mich die Organisation „Arbeit und Leben NRW“. Anfang Oktober begann die Reise in die türkische Metropole. Erste Kontakte zu den neuen Kollegen hatte ich vorab schon von Dortmund aus knüpfen können. Ich habe bei technischen Fragen übersetzt oder auch Angebote und Auftragsbestätigungen für Kunden in der Türkei erstellt. Am Flughafen wurde ich von unserem türkischen Geschäftsführer abgeholt. Es gab ein leckeres „Begrüßungsessen“ und dann wurden mir die Zimmer gezeigt, die in den nächsten acht Wochen mein Zuhause sein würden. Die Räume befanden sich direkt neben unseren Büros.

An meinem ersten Arbeitstag lernte ich die Leute endlich persönlich kennen, mit denen ich bislang nur telefonischen Kontakt hatte. Und mir wurde erklärt, was meine Aufgaben in den nächsten 8 Wochen sein würden. Natürlich ging es in erster Linie um eine intensive Kommunikation mit dem Mutterhaus in Dortmund. Als deutsch- und türkisch-sprachiger „Dolezych-Insider“ konnte ich natürlich hier sehr gut unterstützen. Aber auch bei allen anderen kaufmännischen Tätigkeiten wie beispielsweise Warenbestellungen, Angebotserfassung oder Klärung von Lieferzeiten wurde ich nach kurzer Zeit schon voll mit „eingespannt“. Aber auch die arbeitsfreien Wochenenden waren spannend. Da ich einige Jahre lang nicht in Istanbul war, gab es in der Metropole viel zu erkunden. Oft traf ich mich mit meinem Cousin, der in Istanbul wohnt. Mal waren wir auf der asiatischen Seite unterwegs, mal auf der europäischen Seite.

Mit dem Boot hat man den Bosporus in ca. 20 Minuten überquert. Und dank der „Istanbulkart“ konnte ich mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Straßenbahn, Metro, Boot) in dem sehr gut ausgebauten Istanbuler-ÖPNV-Netz unterwegs sein und in der Stadt viel erleben.

Mein Resümee nach acht viel zu schnell vergangenen Wochen: Die Zeit in der türkischen Metropole war eine große Bereicherung für mich. Ich habe viele Leute kennengelernt und konnte mich persönlich wie auch beruflich weiterentwickeln. Dazu habe ich einen guten Einblick in die türkische Arbeitsmentalität bekommen.

Die nach 2 Monaten sehr enge, fast familiäre Beziehung zu den türkischen Kollegen besteht auch nach dem Praktikum noch weiter. Wir haben regelmäßig Kontakt und ich bin für unsere Kollegen aus der Türkei ein wichtiger Ansprechpartner geworden.

Kögel gewinnt Innovationspreis mit DoKEP-Seitenschutznetz

Mit der Auszeichnung „best practice: Innovationen 2016“ würdigt das Fachmagazin LOGISTRA Innovationen in der Intralogistik und der Nutzfahrzeugbranche. Die Redaktion wählt dabei Produkte aus, die in den vergangenen Monaten besonders großes Interesse hervorgerufen haben. Darunter war diesmal das Gemeinschaftsprojekt „DoKEP-Seitenschutznetz“ von Dolezych, Kögel und dem TÜV NORD. Kögel nutzt das Seitenschutznetz als leichte und einfach zu bedienende Alternative für Alu- und Holzlatten. Das hat die Jury überzeugt und Kögel ist damit der Gewinner in der Kategorie Transportsicherheit.

Informationen zum Seitenschutznetz

War bisher nur die 0,3-fache Gewichtskraft der zulässigen Nutzlast verlangt, fordert die Daimler- Richtlinie 9.5 in ihrer aktuellen Ausgabe jetzt unter anderem, dass Nutzfahrzeuge eine statische Seitenkraft in Höhe der 0,4-fachen Gewichtskraft der zulässigen Nutzlast der Seitenwände aufnehmen müssen. Dabei dürfen sich die Seitenplanen in den Prüfungen nicht mehr als 300 Millimeter elastisch verformen. Kögel hat als einer der ersten Trailerhersteller diesen statischen Test bestanden. Möglich macht das ein Seitenschutznetz, das die Alu beziehungsweise Holzlatten ersetzt. Bereits auf der IAA 2014 war das „DoKEP-Seitenschutznetz“ am Dolezych-Stand zu sehen. Der TÜV NORD hat das Seitenschutznetz als Alternative und Ersatz für Alu- und Holzlatten in einem Kögel Sattelauflieger geprüft und nach DIN EN 12642 Code XL mit Getränkefreigabe sowie nach Daimler-Richtlinie 9.5 Ausgabe 2014 zertifiziert.

Das Seitenschutznetz trägt nicht nur zur Ladungssicherung bei, sondern reduziert gleichzeitig das Gewicht des Aufliegers, denn die Netze wiegen deutlich weniger als die sonst nötigen Spriegelbretter. Zudem vereinfacht sich das Handling, was ebenfalls die Verletzungsgefahr verringert. Ein weiteres Plus: Die pro Auflieger nötigen acht Seitenschutznetze lassen sich einfach und platzsparend im Werkzeugkasten lagern. Natürlich ist das DoKEP-Seitenschutznetz mit weiteren Ladungssicherungsmitteln kombinierbar. Sprechen Sie uns bitte bei allen Fragen zum Seitenschutznetz an.

In unserem Shop können Sie das Ladungssicherungsnetz kaufen.

Telefon: + 49 (0) 231 81 81 81
Fax: + 49 (0) 231 82 77 82
Emailinfo@dolezych.de

Zurrkette PowerLash with Dyneema®

Kräftemessen in der Ladungssicherung: Stahl gegen die stärkste Faser der Welt

Was passiert, wenn Teile einer bewährten Spannzurrkette mit textilen Hochleistungsfasern kombiniert werden? Das Ergebnis stellen wir auf der diesjährigen IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover vor.

Unsere textile Zurrkette PowerLash with Dyneema® ist das Resultat einer intensiven Zusammenarbeit zwischen DSM Dyneema und Dolezych.

Das Prinzip der PowerLash with Dyneema® ist so einfach wie clever: Die PowerLash-Kette wird vollständig aus Gurtband aus Dyneema® gefertigt. Mehrere Lagen des Spezialgewebes werden zu Kettengliedern verarbeitet. Kombiniert wird diese in beliebiger Länge produzierbare textile Kette mit speziell entwickelten Kettenhaken, hochfesten Schäkeln und besonderen Spannelementen. Das Ergebnis nimmt es an Bruchkraft und Haltbarkeit locker mit Ketten aus hochfestem Stahl auf, ist aber bis zu 85% leichter und kann wesentlich flexibler eingesetzt werden. In einer halbjährigen Erprobungsphase wurden die neuen Ladungssicherungssysteme von Anwendern auf Herz und Nieren getestet und haben sich unter realen Einsatzbedingungen hervorragend bewährt. Dabei wurden Produkte mit unterschiedlichsten Kettenlängen, Haken und Spannelementen eingesetzt. Enorme Gewichts- und Handlingvorteile zeigten sich schon bei kurzen Zurrketten. Vor allem aber die längeren Zurrketten ab 6 m Nutzlänge zeigten, dass die extrem leichte und sehr schnittfeste Dyneema®-Faser bei einigen Anwendungen einfach unschlagbar ist. Selbst bei Kettenlängen von 20 m und mehr konnten die Ladungssicherungsmittel mühelos und schnell von nur einer Person angelegt werden! Kettentypisch einfach ist auch die Verkürzungsmöglichkeit des Systems: Lediglich den Haken auf der gewünschten Länge in das Kettenglied einhaken – fertig. Auch ein hochfester Schäkel mit entsprechender Festigkeit kann als Verkürzungselement eingesetzt werden. Und bei empfindlichen Ladungen kann die weiche Zurrkette sogar ohne weitere Schutzmaßnahmen (z.B. gegen Kratzer) über die Last gezogen werden.

Innovatives Spannelement

Innovativ ist auch das Spannelement des Systems: Ein spezielles und leicht zu bedienendes Zurrgurtsystem ersetzt den bei Zurrketten üblichen, schweren Ratschlastspanner. Das bringt einen wesentlich größeren Spannweg und weitere Gewichtsreduktion.

Längenverstellbare Kopfschlinge zur Ladungssicherung

Selbst ohne zusätzliche Beschlag- oder Spannelemente lässt sich die textile Kette als Ladungssicherungshilfsmittel genial einsetzen: Als Kopfschlinge kann sie flexibel z.B. um voluminöse Lasten herumgeführt und mit Zurrgurten, die einfach in die Kettenglieder eingehakt werden, diagonal verspannt werden. So dient sie kurzerhand der formschlüssigen Sicherung der Ladung – vor allem bei Ladungen ohne Befestigungspunkte. Die Zurrkette PowerLash with Dyneema® bieten wir Ihnen als Baukastensystem an. So kann sie flexibel für den jeweiligen Einsatzzweck konfiguriert werden. Wählen Sie die Kettenlänge (4 und 8 m sind Standard), die Anzahl der benötigten Haken und Spannelemente und ggf. zusätzliche Schäkel zum Verbinden oder Verkürzen von Kettensträngen.

Fragen Sie uns nach der PowerLash with Dyneema®!

In unserem Shop können Sie die textile Kette und passende Kombinationsprodukte kaufen.

DSM Dyneema ist Erfinder und Hersteller der UHMWPE-Faser (Ultra High Molecular Weight PolyEthylene – Polyethylen ultrahoher Molmasse), die unter der Marke Dyneema®, the world‘s strongest fiber™ vermarktet wird. Dyneema® bietet höchste Festigkeit bei geringstem Gewicht. Gemessen am Gewicht ist sie 15 Mal fester als Qualitätsstahl und bis zu 40% fester als Aramidfasern. Die Dyneema® Faser schwimmt auf Wasser, ist extrem abrieb- und schnittfest sowie feuchtigkeits-, UV- und chemikalienbeständig.

Textiler Sperrbalken“ sorgt für mehr Flexibilität bei der formschlüssigen Ladungssicherung

Bei Stückgutladungen mit sperrigen oder unförmigen Ladungen gibt es oft Schwierigkeiten, Ladung formschlüssig zu sichern. Die Lücken zwischen den Ladungsgütern lassen sich nicht einfach schließen und einzelne Güter drohen zu verrutschen. In diesen Fällen werden üblicherweise Hilfsmittel wie Klemm- oder Sperrbalken verwendet, mit denen für einzelne Ladungsstücke dann Formschluss geschaffen wird. Aber diese starren Hilfsmittel haben in der Praxis auch Nachteile, denn sie sind relativ schwer, unhandlich und bei Nichtgebrauch häufig im Weg. Hinzu kommt, dass sie bei Verformungen infolge von Krafteinwirkung oft nicht mehr zu gebrauchen und damit zu entsorgen sind. Eine interessante Alternative bietet hier unsere neue „textile Sperrstange“. Das flexible Gurtband wird mit Ankerschienenbeschlägen in den Seitenwänden des Aufbaus verankert und dann an oder auch um das zu sichernde Ladegut gelegt. Mit zwei Klemmschlossgurten lässt sich die „Sperrstange“ zusätzlich noch in der Länge leicht verstellen und so an unterschiedliche Fahrzeugbreiten anpassen und auf Spannung bringen.

Hier geht’s zum Shop, wo Sie die textile Sperrstange kaufen können.

Neu: Bergegurte für kleinere (Offroad-)Fahrzeuge

Unsere neuen Bergegurte sind ideal für das Abschleppen und Bergen von Radfahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse (zGM) von bis zu 4,5 t. Die aus Polyestergurtband gefertigten Bergehelfer sind sehr handlich und einfach einzusetzen. Deshalb werden sie auch im Offroad- Motorsport gerne verwendet. Die Bergegurte sind auf beiden Seiten mit verstärkten, abriebfesten Schlaufen ausgestattet und haben eine mittig aufgezogene Warnfahne. Sie sind in den Bandbreiten 30, 60 und 90 mm (für zGM 1500, 3000 und 4500 kg) erhältlich.

Bergegurte für den Schwerlastbereich

Für den Schwerlastbereich gibt es die dazu passenden Abschleppschlingen, um auch schwere Fahrzeuge mit einem Gewicht bis zu 45 t sicher zu bergen und abzuschleppen.
Auch für die Herstellung dieser Bergeschlingen verwenden wir hochwertiges Polyestergarn mit einem extrem abriebfesten Schutzschlauch.

DoRapid für 35 mm Gurtband

Die Ratsche „mit der großen Klappe“ gibt es nun auch für 35 mm Gurtbandbreite.

Das Prinzip ist das gleiche wie bei der 50 mm-Variante: Durch die seitliche Gurtbandzuführung lässt sich das Gurtband viel schneller in die Ratsche einfädeln und muss nicht erst durch die gesamte Wickelwelle durchgezogen werden. Gleiches gilt für das Ausfädeln. Bei vielen Be- und Entladevorgängen, z.B. im Verteilerverkehr, spart der Fahrer so viel kostbare Zeit.

Die textile Kette – ein Blick hinter die Kulissen

Diese Idee fasziniert: Aus Hochleistungsfasern gefertigte Produkte – extrem leicht und flexibel, aber mindestens genauso stark und leistungsfähig wie Stahl – eröffnen völlig neue Anwendungen und Einsatzgebiete.

So ist es auch mit unserer „textilen Kette“. Die Idee, eine Stahlkette durch eine Kette aus Gurtband zu ersetzen, klingt zunächst leicht verrückt, aber es funktioniert! Das hat sich in mittlerweile unzähligen Testreihen und Anwendereinsätzen bewiesen.

Was sind die typischen Einsatzbereiche für eine textile Kette?

Gerade bei der Ladungssicherung stehen Gewichtserleichterung und Arbeitsergonomie im Vordergrund. Die PowerLash with Dyneema® ersetzt als leichtere (Zurr-) Kette aus Gurtband die schwereren Stahlketten und macht das Arbeiten wesentlich angenehmer. Verletzungen und Ausfallzeiten bei Mitarbeitern, z.B. durch auftretende Rückenprobleme, können dadurch deutlich reduziert werden.

Vor allem in der Luftfracht hat der Gewichtsvorteil auch noch einen anderen sehr positiven Effekt: Das geringere Gewicht der Ladungssicherung senkt den Kraftstoffverbrauch oder ermöglicht eine höhere Zuladung.

Auch die sehr guten Eigenschaften der Dyneema®-Faser bei Schnittfestigkeit oder UV – und Salzwasserbeständigkeit sind lobenswert und werden gerade bei maritimen Anwendungen von Vorteil sein.

Wie wurde die PowerLash with Dyneema® marktreif?

Es ist ja nicht einfach damit getan, eine Kette aus Gurtband statt einer Stahlkette zu nehmen. Der Idee folgen viele Stunden in Berechnungen, Konstruktions- und Entwicklungsschritten. Dazu sind unzählige Tests im Prüflabor nötig, dann kommt man allmählich einer „Marktreife“ näher. Ein Beispiel: Damit das komplette System aus Spannelement, Haken und Kette die geforderten Festigkeiten der Ladungssicherungsnorm DIN EN 12195-2/3 erreicht, mussten die passenden Bauteile von uns neu entwickelt werden. Denn hochfeste Ratschlastspanner und Haken sind als Standard-Kettenbauteile zwar in großer Variantenvielfalt vorhanden, in der Interaktionsprüfung erwies sich die Geometrie der Bauteile aber als nicht geeignet.

Neu sind auch die Kriterien zur Beurteilung der Ablegereife: Während bei Ketten aus Stahl Ablegekriterien wie Verformungen und Risse Stand der Technik sind, gibt es bei textilen Ketten nur wenige Erfahrungen und Vorgaben. Wir haben geeignete Prüfanweisungen erstellt, Risikobewertungen vorgenommen und daraus Ablegekriterien für die textile Kette entwickelt.

Dekra-zertifizierte Sicherheit

Die Sicherheit der Arbeitsmittel steht immer an erster Stelle. PowerLash with Dyneema® -Zurrketten haben wir neben den eigenen Untersuchungen zusätzlich durch eine neutrale Instanz prüfen lassen. Produkteigenschaften, Prüfverfahren und Dokumentation wurden auf Herz und Nieren untersucht und von der Dekra abgenommen. So können Sie darauf vertrauen, dass in Punkto Sicherheit nichts ausgelassen wurde.

 

Die Vorteile:

  • Abrieb- und schnittfest
  • Chemikalienbeständig
  • bis zu 85% leichter
  • Reduziert Lärm
  • Nicht elektrisch leitend
  • Schont die Ladung
  • Leicht verkürzbar

Übrigens: Wir arbeiten bereits an den PowerLift with Dyneema® -Produkten. Auch die textile Anschlagkette bringt interessante Vorteile gegenüber der hochfesten Stahl-Anschlagkette.

 

Berechnungsbeispiel Arbeitsergonomie:

Die körperliche Belastung sinkt mit dem Einsatz von textilen Ketten signifikant:

Vergleichsbeispiel: 10 Be- und Entladungen mit jeweils 4-Standard-Zurrketten (3,5 m, Güteklasse 8, Ratschlastspanner, ca. 25 kg je System) vs. PowerLash with Dyneema® (3,5 m, textile Kette, Ratschlastspanner, ca. 10 kg je System)

Stahlketten:

4 Zurrketten x 25 kg x 20 Zurrvorgänge (Be- und Entladen) = 2000 kg

PowerLash with Dyneema® :

4 Zurrketten x 10 kg x 20 Zurrvorgänge (Be- und Entladen) = 800 kg

Mit textilen Ketten muss ein Fahrer 60% weniger Gewicht bewegen!

In unserem Shop können Sie die textile Kette bestellen.

Die Oslo-Methode – wenn Ketten Leben retten

Bei einem schweren Autounfall zählt für das Unfallopfer jede Minute. Die Feuerwehr rückt üblicherweise mit schwerem Gerät an, damit verletzte Personen schnell geborgen werden können, wenn sie im Fahrzeug eingeklemmt sind.

Das zerknautschte Fahrzeug soll möglichst schnell und ohne weitere Gefährdung für Opfer und Helfer auseinandergezogen werden. Eingesetzt werden hier Blechschere und Hydraulik-Zylinder, mit denen das Fahrzeug aufgebogen wird.

Aber auch die sogenannte „Oslo-Methode“ kommt zum Einsatz. Hierbei wird das Fahrzeug mit speziell konfektionierten, hochfesten 2-strängigen Kettensätzen auseinandergezogen. Sie werden um A- und C-Säule des Unfallfahrzeugs geschlungen und dann per Seilwinde von 2 Feuerwehrfahrzeugen entgegengesetzt auf Zug gebracht. So wird das Fahrzeug aufgebogen und man kann die Unfallopfer bergen.

Komplette Kettensätze für die Oslo-Methode bietet Dolezych speziell für die Feuerwehr an.

Bessere Übersicht bei der Auswahl von Ladungssicherungsnetzen – der neue DoKEP-Katalog

Welche Netz-Maschenweite ist die optimale für meine Ladung? Wie hoch ist die Belastbarkeit der Zurrpunkte in meinem Fahrzeug? Welches Ladungsgewicht kann ich eigentlich maximal mit meinem Gurtbandnetz sichern? Brauche ich vielleicht eine zusätzliche Teleskopstange für einen optimalen Formschluss?

Bei der Auswahl von Ladungssicherungsnetzen gibt es viel Unsicherheit. Einer riesigen Anzahl von Fahrzeugtypen und -ausrüstungen steht eine ebenso große Anzahl an unterschiedlichsten Netztypen gegenüber.

In wenigen Schritten zum richtigen Netz

Um Ihnen die Auswahl des für Sie passenden Netzes leicht zu machen, haben wir unser Ladungssicherungsnetz-Angebot nach Fahrzeugen und der zulässigen Gesamtmasse (zGM) sortiert. Suchen Sie einfach nach Ihrem Fahrzeugtyp und Sie finden die für diesen Typ und die dort vorhandenen Zurrpunkte passenden Netzausführungen.

Und wenn Sie es mit der Berechnung der Ladungssicherung für Netze ganz genau wissen wollen: Für alle Zurrnetze stellen wir auch die Berechnungsdiagramme nach der Dolezych Einfach-Methode® zur Verfügung. Hier können Sie detailliert erkennen, innerhalb welcher Winkel und bei welchen Reibbeiwerten die von uns angegebene LC der Zurrnetze erreicht wird und für welches maximale Ladungsgewicht das Netz bedenkenlos eingesetzt werden kann.

Bitte fordern Sie den neuen DoKEP-Katalog über unser Online-Formular, telefonisch unter 02 31 82 85 – 32 oder per E-Mail: katalog@dolezych.de an. Alternativ können Sie hier eine Online-Version abrufen.

Kran-Stillstandzeiten und Kosten vermeiden dank spezieller Vergusshülsen

Beim Ersatz von Hubseilen für Krane setzen die Kranhersteller verstärkt auf eigenentwickelte Seilendverbindungen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Baugruppe aus Seil und Endverbindung zu 100% zum jeweiligen Kran passt. Casar WireCo hat für TerexDemag und Liebherr Krane Vergusshülsen entwickelt, die exakt in die Seilaufnahmen der Krane passen und im Gegensatz zu gepressten Endverbindungen auch direkt vor Ort angebracht werden können. So lassen sich z.B. Hubseile, die nahe an der Endverbindung beschädigt sind, einfach kürzen und neu vergiessen. So wird der unnötige Austausch von Seilen vermieden und die Stillstandzeiten von Kranen drastisch verkürzt. Aber auch ein neues Seil kann an Ort und Stelle vergossen und aufgelegt werden. In nur einer Stunde ist der vorzunehmende Verguss mit Wirelock Kunstharz ausgehärtet und somit wieder einsatzbereit. Die für die Durchführung zwingend erforderliche Schulung haben zwei Dolezych-Mitarbeiter bei Casar WireCo erfolgreich absolviert und dürfen diese Vergusshülsen anbringen. Wir beraten Sie gerne auch vor Ort!

Auflieger mit Vollausstattung für Schulungszwecke

Das sind Aufträge, die das Herz jedes Verkäufers höher schlagen lassen: Ein nagelneuer Mercedes Actros sollte für Schulungszwecke von uns mit allem ausgestattet werden, was das „Ladungssicherungsherz“ begehrt.
Ein guter Anlass, um mit dem Auftraggeber Markus Gödde, dem Geschäftsführer des Ausbildungszentrums für Berufskraftfahrer – MobilitätsCoaching Gödde GmbH über Ladungssicherung und neue Seminarkonzepte zu sprechen.

Dolezych: Herr Gödde, dass Ladungssicherung für Sie eine Herzensangelegenheit ist, merkt jeder, der Sie über dieses Thema sprechen hört. Woher kommt diese Begeisterung?

Gödde: Ich habe als DVR-Lkwund Bus-Sicherheitstrainer und seit 1997 als Lkw- und Bus-Fahrlehrer immer schon Berührungspunkte mit dem Thema gehabt. Als ich dann als einer der Ersten mit der Stempel-Nummer 30 die Ausbildung und Prüfung durch den VDI absolvierte, hat sich mir allerdings eine „neue Welt“ eröffnet. Ich durfte erleben, wie vielfältig und komplex dieses Wissensgebiet ist. Von rechtlichen Rahmenbedingungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten, Wissenswertem zu Fahrzeugaufbauten, Zurrpunkten und Ladungssicherungs-Hilfsmitteln hatte ich vorher in dieser Tiefe noch nichts gehört. Das Wissen um die korrekte Ladungssicherung ist so vielfältig wie es unterschiedliche Ladegüter gibt. Seitdem habe ich mich intensiv mit der Ladungssicherung beschäftigt und sie hat mich bis heute nicht mehr losgelassen.

Dolezych: Mangelnde Ladungssicherung wird in Kontrollen immer wieder festgestellt und regelmäßig als Unfallursache ausgemacht. Wo liegt aus Ihrer Sicht Verbesserungsbedarf?

Gödde: In der Regel sind die Ursachen multikausal: Das Fahrzeug ist für den Transport oder auch z.B. für das Umschlaggerät nicht geeignet, es gibt Defizite beim Ladungssicherungsmaterial oder es wurde einfach nicht berücksichtigt, dass Ladungssicherung auch Zeit benötigt. In einigen Fällen sind schon die Rahmenbedingungen für den Fahrer so ungünstig, dass er eigentlich den Transport ablehnen müsste. Das ist der Grund, warum wir zunächst eine Sensibilisierung der Verantwortlichen in Fuhrparkmanagement und Disposition, aber auch auf Seiten der Verlader anstreben. In der Organisation liegt in der Regel viel Verbesserungspotenzial. Wenn zum Beispiel nur Zurrgurte mit einheitlicher Dehnung beschafft wird, macht das die Ladungssicherung insgesamt auch sicherer.

Dolezych: Wie können Sie Ihre Kunden denn dabei ganz konkret unterstützen?

Gödde: Sich richtig zu verhalten, erfordert bei allen Beteiligten Know-How. Wir dürfen aber nicht nur die Probleme benennen, sondern müssen Lösungen anbieten. Eine Lösung verdient ihren Namen aber nur dann, wenn sie im Arbeitsalltag und nicht nur unter Laborbedingungen umsetzbar ist. Ich verstehe den Frust vieler Geschäftsführer, die ihre Mitarbeiter auf Schulungen schicken und als Ergebnis häufig nur feststellen können, dass zwar ein großes Zertifikat, aber kein Erkenntnisgewinn mitgebracht wurde.

Dolezych: Welchen Umfang sollten Ladungssicherungs-Schulungen Ihrer Meinung nach haben?

Gödde: Die häufig unterschiedlichen Situationen hinsichtlich der Ladungssicherung korrekt bewerten zu können, verlangt ein grundsätzliches Verständnis darüber, was da auf der Ladefläche eigentlich passiert. Deshalb empfehlen wir zunächst ein zweitägiges Ladungssicherungs-Seminar mit dem Ausbildungsnachweis Ladungssicherung (VDI 2700a). Damit werden zugleich die Vorgaben aus Blatt 5 der VDI 2700 erfüllt, die diese Schulung zu Beginn und in der Folge alle 3 Jahre vorsehen. Die Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglicht einen optimalen Einstieg in das Thema. Idealerweise werden diese Seminare rechtskonform in die vorgeschriebene 35-stündige Weiterbildung integriert. Apropos Rechtssicherheit: Dieses Thema ist für Fuhrparkverantwortliche seit Anfang dieses Jahres noch einmal wichtiger, denn den benannten Verkehrsleitern droht bei LaSi-Verstößen im Gefahrgutbereich durch die VO (EU) 2016/403 noch stärker als bisher die Aberkennung der geforderten Zuverlässigkeit.

Dolezych: Können Sie zum Abschluss noch einen Ausblick wagen, wie sich die Seminarkonzepte entwickeln werden?

Gödde: Eigentlich sind wir schon mittendrin im LaSi-Seminar 2.0. Die meisten Experten sind sich einig, dass der Wissenstransfer durch selbstständiges Erarbeiten am effektivsten funktioniert. Gute Schulungen finden heute praxisnah am Fahrzeug / Lkw statt. In Gruppenarbeit diskutieren die Seminarteilnehmer die Ladungssicherung selbstständig und führen sie dann auch durch. Wechselseitig werden die Zurrmethoden bewertet und die Ergebnisse durch Fahrversuche überprüft.

Dolezych: Vielen Dank für dieses Gespräch.

Das Gespräch führte Walter Eckstein.

Neues aus der Normung I

Die VDI – Richtlinie: Blatt 10.3 „Ladungssicherung von Betonfertigteilen, paketierte Betonwaren“ ist im Februar als Gründruck erschienen.

Die Richtlinie enthält Angaben zu Gleit-Reibbeiwerten von Ladeeinheiten aus paketierten Betonwaren auf Fahrzeugböden üblicher Transportfahrzeuge. Weiter werden die Sicherungsverfahren aus Kombination von formschlüssiger Ladungssicherung und Nieder- und Rückhaltezurren mit Kopfschlinge vorgestellt.

DIN–Norm: „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen – Aufbauten an
Nutzfahrzeugen – Mindestanforderungen; Deutsche Fassung EN 12642: 2016“ ist ab März 2017 gültig.

Die Überarbeitung beinhaltet u.a. eine Aktualisierung der Prüfmethoden und die Spezifikation und Zertifizierung. Eine verstärkte Aufbaufestigkeit soll die Aufnahme von Teilkräften zur

Ladungssicherung ermöglichen.

Außerdem sind die Anhänge C (normativ) „Prüfzertifikat für Fahrzeugaufbauten nach EN 12642“ und D (informativ) „Testbericht für Fahrzeugaufbauten nach EN 12642“ hinzugekommen.

Neues aus der Normung II

EU Richtlinie „Technische Unterwegskontrolle“ mit Angaben zur Kontrolle der Ladungssicherung. Richtlinie 2014/47/EU des Europäsichen Parlaments und des Rates vom 3. April 2014 über die technische Unterwegskontrolle der Verkehrs- und Betriebssicherheit von Nutzfahrzeugen, die in der Union am Straßenverkehr teilnehmen, und zur Aufhebung der Richtlinie 2000/30/EG

In dieser Richtlinie ist in Artikel 13 und Anhang III die Kontrolle der Ladungssicherung festgelegt. Diese Richtlinie ist noch in nationales Recht umzusetzen. Die Vorschriften werden dann ab dem 20. Mai 2018 verbindlich (Artikel 26). Nach dieser Verordnung soll zukünftig während der technischen Unterwegskontrolle an einem Fahrzeug eine Kontrolle der Ladungssicherung gemäß Anhang III der Richtlinie vorgenommen werden. Das heißt: alle Beteiligten müssen sich auf mehr und schärfere Kontrollen einstellen.

 

Flexibler Kantenschutz aus Dyneema®

Dieser Kantenschutz für Anschlagmittel hat es in sich: Eine verformbare Metalleinlage macht es möglich, den Kantenschutzwinkel exakt an die Last anzupassen. Zwei an den Seiten eingearbeitete Wülste sorgen zudem für eine optimale Führung des Anschlagmittels auf dem Kantenschutz.

 

Prüfer sorgen für sicheren Halt auf dem Drahtseil

Was haben Seiltänzer und die UVV-Prüfung miteinander zu tun? Aber klar doch, bei beiden steht die Sicherheit an erster Stelle.

Ein Prüftermin, wie der im Dortmunder Fritz-Henßler-Haus ist sicher die Ausnahme im Berufsalltag von Ingo Jäger, Mitarbeiter im Dolezych Prüfservice und Thomas Schade, Leiter der Qualitätssicherung.

Eine der ältesten Kinder- und Jugendzirkusgruppen, der Zirkus Fritzantino hatte gerufen, um das Gerüst der Seiltänzer auf Herz und Nieren prüfen zu lassen.

Was vor 40 Jahren als Pädagogik-Projekt begann, ist nun fester Bestandteil in der Dortmunder Jugendarbeit. Das Konzept des Zirkus Fritzantino: Alle können mitmachen und es gibt keine Sprachbarrieren!

Jeder junge Künstler kann sich mit seinen individuellen Fähigkeiten in das vielseitige Programm aus Artistik, Jonglage, Zauberei, Clownerie, Balancekünste, etc. einbringen und dabei wichtige Erfahrungen machen. Das Koordinationsvermögen der Artisten wird geschult und die Erfahrung, ein wichtiger Teil der Zirkus-Truppe zu sein, trägt einen wesentlichen Teil zur Ausprägung von Selbstbewusstsein und Identität bei.

Also: Vorhang auf für den Zirkus Fritzantino!

Der Prüfumfang:

  • lasttragende Schweißnähte des Gerüstes auf Rissfreiheit prüfen
  • visuelle und metrische Kontrolle von Seiltänzerseil, Spannseilen, Schäkeln und Rohrspannschlössern
  • Überlastprüfung Kettenzug