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Fachverband deckt gravierende Mängel bei Zurrgurten auf

Klassenziel verfehlt

defekte-ratscheMangelhafte Ladungssicherung führt immer wieder zu schweren Unfällen auf deutschen Straßen. Der Fachverband Seile und Anschlagmittel e.V. (FSA), Düsseldorf, dessen bundesweit 35 Mitglieder sich größtenteils auch mit dem qualifizierten Vertrieb von Produkten zur Ladungssicherung befassen, hat die Probe aufs Exempel gemacht. Er hat im Frühjahr 2018 diverse Zurrmittel von unterschiedlichen Anbietern auf Herz und Nieren untersuchen lassen. Das Ergebnis war katastrophal: Knapp die Hälfte aller getesteten Zurrgurt-Systeme hat die verbindlich vorgeschriebene Prüfung nach DIN EN 12195-2 mit erheblichen Mängeln nicht bestanden, ein weiteres Drittel der Produkte war zumindest mit einem Mangel behaftet. Die Geschäftsführung des FSA kommentiert das Resultat, frei nach Shakespeare, mit den Worten: „Da ist doch etwas faul im Staate Deutschland, wenn derart viele Zurrgurtanbieter das Klassenziel eindeutig verfehlen, ausschließlich sichere und normkonforme Produkte zu verkaufen.“

Ablegereife bereits „vor“ dem Verkauf

Im gemeinsamen Merkblatt zur Ladungssicherung mit dem Titel „Ablegereife von Zurrgurten“, das vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. und von der Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post- Logistik Telekommunikation (BG Verkehr) herausgegeben wird, steht deutlich: „Werden Mängel festgestellt, die die Sicherheit beeinträchtigen, dürfen die Zurrmittel nicht mehr verwendet werden.“ Liegen diese Mängel aber bereits zum Zeitpunkt der „Bereitstellung im Markt“ oder sogar schon beim „Inverkehrbringen in die Europäische Union“ vor, dürften laut FSA-Geschäftsführer Thomas Vierhaus „die Zurrmittel gar nicht erst verkauft werden“.

Die Verantwortung für unsichere Produkte tragen laut dem deutschen Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) sowohl die Hersteller als auch die Einführer bzw. Importeure. Aber am Ende eben auch die Händler, wenn sie ihren gesetzlich vorgeschriebenen und normativ geregelten Pflichten nicht nachkommen.

Auch Zurrgurte mit GS-Zeichen haben versteckte Mängel

defekte-ratsche-2Als der Fachverband Seile und Anschlagmittel e.V. (FSA), Düsseldorf, im Frühjahr 2018 diverse Zurrmittel von unterschiedlichen Anbietern beschaffte, schwante Vierhaus bereits nichts Gutes: „Schon beim Blick auf die vorgeschriebenen Inhalte der Etiketten waren viele Kennzeichnungsmängel erkennbar.“ Das Hauptaugenmerk beim Kauf und der anschließenden Begutachtung lag auf zweiteiligen Zurrgurtsystemen mit einer Zurrkraft (LC) von 2.500 daN.

Insgesamt wurden in der FSA-Stichprobe 36 Zurrgurt-Systeme der visuellen und mechanischen Prüfung nach DIN EN 12195-2 unterzogen, von denen 17 ohne jeden Zweifel niemals hätten in den Verkauf gelangen dürfen. Die häufigsten Beanstandungen waren von außen nicht erkennbare Unterfestigkeiten und mangelhafte Materialien. Um diesen versteckten Mängeln vorzubeugen, rät etwa die Bezirksregierung Köln in einem Faltblatt: „Empfehlenswert ist immer der Kauf von Zurrgurten, die mit dem GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) versehen sind.“ Auch hier ist der FSA der Sache auf den Grund gegangen, denn 27 der insgesamt 36 getesteten und leider auch 14 der 17 besonders mangelhaften Zurrgurt-Systeme hatten ein GS-Zeichen. „Wir waren schockiert“, gesteht Vierhaus ein, „denn wir hatten niemals mit einem so verheerenden Ergebnis bei den mit dem GS-Siegel gekennzeichneten Produkten gerechnet.“

Qualität der Zurrgurtbänder lässt zu wünschen übrig

Mit Blick auf Häufigkeit und Art der Mängel stachen vor allem drei Fehler heraus: Sechszehnmal (16x) hatten es die Prüfer mit mangelhaften Zurrgurtbändern zu tun (übermäßige Dehnung, unzureichende Bandbruchkraft). Neunmal (9x) wurde der Ratschentest nicht bestanden (z.B. Handhebel verbogen, unzulässig hohe Halbwellendeformation oder Abscherung der Sperrschieber)und neunmal (9x) wurde die auf dem Etikett angegebene Vorspannkraft des verwendungsfertigen Zurrgurtes nicht erreicht.

Verstöße gegen Vorschriften müssen strenger geahndet werden

Es gibt dringenden Handlungsbedarf, und jeder Verstoß gegen die Vorschriften des Produktsicherheitsgesetzes muss konsequent geahndet werden. Denn unsichere Zurrgurte können zu Unfällen und Verletzungen führen. Die Unfallfolgekosten trägt dann der Unfallversicherungsträger, während die Einführer, Händler oder Hersteller solcher „Gammelgurte“ den Gewinn einstreichen.

Vierhaus erklärt: „Da es sich bei Verstößen gegen die Produktsicherheitsvorschriften um Ordnungswidrigkeiten oder sogar Straftaten handeln kann, sind auch Geldbußen oder sogar Freiheitsstrafen für die verantwortlichen Missetäter nicht ausgeschlossen.“

Die sogenannten „Quasi-Hersteller“ drücken sich um ihre Pflichten

kennzeichnungWer Produkte unter seinem Namen oder seiner Marke verkauft, egal woher sie stammen und ob er sie selbst gefertigt hat oder nicht, gilt als Hersteller im Sinne der einschlägigen Gesetze. Ihm obliegt die „volle Produktverantwortung“. Das betrifft die Herstellerpflichten zur Produktprüfung und Produktkontrolle, z.B. vorgeschriebene Probenahme für die Serienfertigung einschließlich deren Dokumentation.

„Wir wissen, dass viele Importeure bzw. Einführer, die fremde Produkte unter eigenem Namen vertreiben, hier sehr blauäugig vorgehen, die Kosten einer Produktprüfung sowie der regelmäßigen Kontrolle einsparen und sich alleine auf fremde Prüfzeugnisse verlassen“, lautet der Vorwurf von Vierhaus. „Der FSA hat in den vergangenen Jahren bereits einige „Hersteller“ erfolgreich abgemahnt, weil sie ihre Hausaufgaben einfach nicht gemacht haben und zum Beispiel Produkteigenschaften auslobten, die sie niemals selbst getestet hatten und die schlicht nicht vorhanden waren. Das darf man Etikettenschwindel und dann auch Betrug nennen, der eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung zur Folge hat. Der Dumme ist, wer seine Produkte ordnungsgemäß überwachen und prüfen lässt, am Ende aber Probleme hat, sie aufgrund eventuell höherer Preise erfolgreich am Markt zu platzieren. Im Bereich der Zurrgurte sprechen wir hier vielfachüber geringe Beträge, die den Ausschlag geben.“

Die Überwachungspflichten müssen stärker angewendet werden

Bedenklich ist, dass 14 der 17 mangelhaften Zurrgurtsysteme ein GS-Zeichentrugen. Diese hohe Anzahl mangelhafter Zurrgurte gibt auch Anlass, die Überwachungspraxis bezogen auf die GS-Zeichen zu hinterfragen. Jede GS-Zeichen vergebende Stelle hat die Herstellung der verwendungsfertigen Zurrgurte und die rechtmäßige Verwendung des GS-Zeichens mit geeigneten Maßnahmen zu überwachen – auch im Ausland.

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Autorenhinweis: Thomas Vierhaus,
Geschäftsführer beim Fachverband Seile und Anschlagmittel e.V.(FSA), Düsseldorf.

Impressum unter: www.fsaverband.de/impressum.html


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Dolezych erfindet den Ratschlastspanner neu

Jetzt kommt Spannung rein!

dora-ratschlastspannerZurrketten mit Ratschlastspannern werden zur Sicherung von schweren Ladungen eingesetzt. Die robusten und in der Funktion bewährten Bauteile sind weltweit millionenfach auf Lkw und Schwertransportern unterwegs.
Sie sind in den für hochfeste Stahlketten üblichen Nenngrößen und in den Güteklassen 8, 10 und 12 erhältlich. Zurrketten werden hauptsächlich im Direktzurrverfahren (Diagonal- / Schrägzurrung) eingesetzt. Das entscheidende Leistungsmerkmal ist hier die zulässige Zurrkraft (LC), also die maximale Kraft im geraden Zug, für die das Zurrmittel ausgelegt ist.

Beim Handling kommt es ganz besonders auf den Spannweg an.

Beim Anlegen muss die Zurrkette zunächst von Hand strammgezogen, in die dafür vorgesehenen Verkürzungselemente eingehakt und dann mittels Ratschlastspanner gespannt werden. Das Einhaken ist aber besonders bei dickeren oder längeren Ketten schwierig, weil wegen des Gewichtes sehr viel Kraft eingesetzt werden muss. So können also die Zurrketten durchhängen. Sie müssen dann mit den Ratschlastspannern wieder straff gezogen werden. Ansonsten wird die Vorspannkraft, die zur Ladungssicherung notwendig ist, nicht aufgebracht. Die konstruktiv vorgegebenen Spannwege üblicher Ratschlastspanner reichen dazu oftmals nicht aus.

Zurrketten müssen während der Fahrt eventuell nachgespannt werden.
Dafür ist ebenfalls einmöglichst großer Spannweg erforderlich. Viele Anwender bemängeln aber den oft zu kurzen Spannweg der Ratschlastspanner. Reicht dieser nämlich nicht aus, muss der Spanner abgenommen, in die Ausgangsstellung zurückgedreht und dann neu gespannt werden. Das ist ein zusätzlicher Zeit- und Kostenaufwand.

Kurze Bauform – langer Spannweg: Die Quadratur des Kreises?

ratschlastspanner-weltneuheitDie Aufgabenstellung für unsere Konstrukteure war einfach formuliert, aber schwierig zu erfüllen: 
Einen Rastschlastspanner zu entwickeln, der mit einer sehr kurzen Bauform einen maximal langen Spannweg ermöglicht. Das Verhältnis von Baulänge zu maximaler Ausdrehlänge (Spannweg) ist durchweg ungünstig. 

Dieses Ziel war mit der bekannten Konstruktionsweise nicht zu erreichen, denn die Verlängerung des Spannwegs hätte nur über eine sehr große Baulänge erreicht werden können. Ein solcher Spanner wäre schwerer und unhandlicher geworden. 

Neues Konstruktionsprinzip bringt über 100% Spannweg.

dora-ratschlastspanner-2Unsere Konstruktionsabteilung hat ganze Arbeit geleistet und einen Ratschlastspanner entwickelt, der mit einer kurzen Bauform einen maximalen Spannweg erreicht. Der Clou ist eine entscheidende Änderung in der Konstruktionsweise. Anstatt zwei gleich konstruierter Gewindespindeln, die beim geschlossenen Spanner „gegeneinander“ gedreht werden, hat der DoRa-Ratschlastspanner zwei unterschiedliche Spannspindeln. Eine Spindel hat einen größeren Durchmesser und ist innen hohl, die andere hat einen kleineren Durchmesser und passt in den Hohlraum der größeren Spindel. Im geschlossenen (eingefahrenen) Zustand ist eine Spindel in die andere eingedreht. 

Damit erreicht der DoRa-Ratschlastspanner einen Spannweg, der größer als seine Bauform und bis zu 70% länger ist als bei handelsüblichen Spannern. Die Leistungseigenschaften sind identisch. 

In der untenstehenden Tabelle finden Sie die wesentlichen Produktmerkmale im Vergleich. 

Kürzeste Bauform – längster Spannweg 

Der DoRa-Ratschlastspanner ist vielseitig einsetzbar. Es gibt ihn in den Güteklassen 8, 10 und 12 und er lässt sich als Spannelement sowohl für Stahlketten als auch für die textile Kette DoNova-Power-Lash einsetzen.

dora-ratschlastspanner-tabelle


LKW mit PKW-Ladungssicherung

Neue Zurrgurte für Pkw- und Lkw-Transporte bringen zukünftig Anwendervorteile

Beim Sichern von Pkw und Nutzfahrzeugen auf Fahrzeugtransportern sind die Belastungsanforderungen an die zu verwendenden Zurrgurte sehr hoch. Neueste Untersuchungen zeigen, dass diese Sicherungssysteme während des Transportes mit modernen Fahrzeugen erheblich höheren Belastungen unterliegen, als bisher bekannt war. Das Sicherungssystem muss deshalb die aufgebrachte Vorspannkraft gut über den Reifen verteilen und die Vorspannkraft darf im Verlauf des Transportes auch nicht unzulässig abnehmen. In der Regel werden die lediglich 2-3 m langen Zurrgurtsysteme über die Reifen der zu transportierenden Fahrzeuge gelegt, mittels 3 oder 4 spezieller Haken mit den Fahrbahnblechen der Fahrzeugtransporter verbunden und anschließend gespannt. Um diesen erhöhten Anforderungen gerecht werden zu können, müssen die einzelnen Zurrgurtkomponenten wie Gurtband, Spannratsche, Haken und Tension-Controller (ein spezieller, abrutschhemmender Schlauch, durch den das Gurtband geführt wird) individuell aufeinander abgestimmt sein.

 

Besonders gilt: Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Spanngurt, bei dem die Dehnung gemäß normativer Vorgaben bis zu 7% betragen darf, muss diese aber hier unter 4% sein.

Zudem machen die Fahrzeughersteller mittels Verladerichtlinien individuelle Vorgaben, z.B. hinsichtlich der erforderlichen Vorspannkräfte. Für die Pkw-Sicherung sind häufig STF-Werte von 330 daN und 500 daN für die Sicherung von Nutzfahrzeugen gefordert. Das wird von vielen bisher üblichen Zurrgurt-Systemen aktuell nicht erreicht, denn aufgrund der beengten Platzverhältnisse zwischen Radkasten und Transportfahrzeug wurden und werden für die Vorspannkraft nicht ausreichend dimensionierte Ratschen mit kurzen Handhebeln verwendet.

 

Neu entwickelte Zurrsysteme:
Das sind die Verbesserungen

Alle Komponenten unserer Pkw und Lkw-Sicherungsgurte wurden komplett überarbeitet, um den besonderen Anforderungen der Pkw- und Lkw-Sicherung gerecht zu werden.

 

Neue-PKW-und-LKW-Sicherung1. High Performance Gurtbänder

Speziell entwickelte Gurtbänder mit zusätzlich hervorragenden Verschleißeigenschaften minimieren die Dehnung auf Werte unter 2,5% (PES) bzw. unter 1% (Hochleistungsfasern).

 

2. Tension-Controller

Unser ebenfalls neu entwickelter und praxiserprobter Tension-Controller verhindert das Abrutschen des Sicherungssystems vom Reifen und garantiert eine optimale Übertragung der aufgebrachten Vorspannkraft. Diese bleibt dadurch auf dem gesamten Transportweg aufrechterhalten und kann somit das lästige Nachspannen der Gurte überflüssig machen.

 

3. Speziell konstruierte Ratschen

Unsere neuen Spannratschen für 35 mm und 50 mm Systeme zeichnen sich durch eine besonders kompakte Bauform (kleinste Abmessungen) und hervorragende Sicherungswerte aus. Die geforderten Vorspannkräfte werden mit diesen Spannratschen sicher erreicht.

 

4. Neu designte Zurrhaken

Diese neuen, optimierten Haken-Systeme sind nun speziell auf die Einsatzbedingungen auf den Transportfahrzeugen eingestellt. Wahlweise können sie auch mit einem Indikator für die Anzeige der Vorspannkraft ausgerüstet werden.

 

Alle Komponenten wurden ausgiebig in der Praxis getestet und zusätzlich auf eigens dafür entwickelten Prüfvorrichtungen, die den realen Einsatzbedingungen entsprechen, geprüft. So wurden z. B. die Haken in Interaktion mit unterschiedlichen Fahrbahnblechen oder der neuartige Tension-Controller an unterschiedlichen Reifentypen erprobt.

 


 

Wir machen Sie an einem Tag zum Profi

b0000096_e_dodra_drahtseile-1_kleinIm März dieses Jahres haben wir den Lehrgang „Befähigte Person Drahtseile und Lastaufnahmemittel“ in unser Seminarprogramm aufgenommen.

Die eintägige Schulung in den Räumlichkeiten des Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung in Selm (F&T LaSiSe) richtet sich an Teilnehmer, die bereits über fundierte praktische Erfahrungen in der Nutzung von Trag- und Lastaufnahmemitteln verfügen. Besonderes Augenmerk wird auf die Kennzeichnung, Lagerung und Prüfung von Drahtseilen und Lastaufnahmemitteln gelegt.

Nach bestandener schriftlicher und praktischer Abschlussprüfung erhalten Sie als Teilnehmer ein Zertifikat ausgehändigt. Sie sind nun “befähigte Person“ und können in Ihrem Betrieb mit Profi-Know-How die Ablegereife von Drahtseilen und Lastaufnahmemitteln beurteilen.

 

Bei Fragen zu diesem oder anderen Seminaren steht Ihnen Frau Rüschenbaum gerne zur Verfügung: 

rueschenbaum

Tanja Rüschenbaum
Tel.: 0231 – 82 85 32
Fax: 0231 – 82 85 604
Tanja.Rueschenbaum@dolezych.de

Weitere interessante Links: 

Seminarübersicht

Frühbucher-Aktion

Seminare auf Wunsch

Seminarbuchung


 

Wer hat an der Uhr gedreht?
Herr Krissmann macht nach 281.976 Stunden Feierabend

Sicherlich können Sie sich nicht erinnern, was Sie am 7. August 1972 gemacht haben. Anders ist das bei Kersten Krissmann. Er startete nämlich an diesem Tag sein Berufsleben. Zunächst machte er seine Ausbildung bei Dolezych, arbeitete ein Jahr als Angestellter und absolvierte dann seinen Bundeswehrdienst. Danach kehrte er in den Dolezych-Vertrieb für Anschlagmittel zurück. Als „Mann der ersten Stunde“ war er dann maßgeblich an der Entwicklung und Einführung der textilen Anschlagmittel (z.B. Schlaufenbänder, Bandschlingen und Rundschlingen) bei Dolezych beteiligt. Als Vertriebsleiter für Hebebänder und Rundschlingen war er mit überragender Fachkompetenz und seiner humorvollen und gelassenen Persönlichkeit bei Kunden und Kollegen ein hochgeachteter und verlässlicher langjähriger Partner. Am 20. April verabschiedeten Udo und sein Sohn Tim Dolezych nun im Rahmen einer Feierstunde Herrn Krissmann in den Ruhestand. Udo Dolezych dankte ihm für fast 46 Jahre engagierte Mitarbeit und wünschten ihm für seinen neuen Lebensabschnitt genug Zeit für seine zahlreichen Hobbies und seine Familie.

 


Info: Preisanpassung für Polyester-und Stahlprodukte

Die Beschaffungspreise für Polyester und Stahlkomponenten sind in diesem Frühjahr erneut signifikant angestiegen. Worst-case-Szenarien prognostizierten für technische Polyestergarne Anstiege von bis zu 30%. Aktuell unterliegen hier unsere Bezugspreise einer Steigerung von mehr als 15%. Beim Stahl betragen die Teuerungsraten je nach Produktbereich zwischen 5 und 15%. Preistreiber sind in beiden Bereichen vor allem die marktbeherrschenden Asiatischen Rohwarenhersteller. Als zusätzlicher Kostenfaktor kommt aber auch der knappe Lkw-Laderaum und die deshalb gestiegenen Frachtraten hinzu. Aufgrund unserer langfristigen Kontrakte mit Lieferanten und Speditionen und natürlich auch wegen unserer hohen Lagerbestände für die Produktion, haben wir die Preise lange stabil halten können. Leider macht die Entwicklung am Beschaffungsmarkt nun aber eine Anpassung unserer Verkaufspreise unumgänglich.

 


 

DoNovaLangzeittest

Interview mit André Ziel, Anwender der ersten Stunde

DoNova-Powerlash-textile-kette

André Ziel fährt seit einem Jahr mit DoNova PowerLash

„Wenn die Leute zum ersten Mal sehen, wie ich mir die DoNova-Kette locker über die Schulter werfe und damit den 35-t-Bagger festmache, schauen sie mich an wie das siebte Weltwunder. Dann zeige ich ihnen das Typenschild mit 10.000 Dekanewton (daN) und schon kommt die Frage: Wo gibt’s denn sowas?!“

Der WBA-Mitarbeiter André Ziel ist spezialisiert auf Schwertransporte. Als der erfahrene Berufskraftfahrer gefragt wurde, ob er die textile Kette DoNova zur Ladungssicherung testen wolle, nahm er die Neuheit erstmals selbst in Augenschein – und stieß einen erstaunten Pfiff aus. „Das ist eine gute Kette, das war mir von Anfang an klar. Aber es ist immer wieder beeindruckend, welche Kraft und Sicherheit dieses Leichtgewicht aufbringt!“

Denn tatsächlich sind die DoNova-Kettenglieder aus Gurtband der Hightec-Faser Dyneema® in dieser Funktion eine Weltneuheit: Ein Meter DoNova-Zurrkette wiegt beispiellose 600 Gramm, hat aber die Kraft und Festigkeit einer Stahlkette der Güteklasse 8 mit dem Gewicht von 3,8 kg. Sie ist so leicht, dass sie sogar auf Wasser schwimmt.

„Die Gewichtseinsparung ist vor allem für den Fahrer ein Riesen-Vorteil“, schildert Ziel. „Die Erleichterung beim Handling ist enorm. Und weniger zu schleppen ist nicht so verkehrt, wenn heute alle was „am Rücken“ haben. Für meinen Zug mit 31 Tonnen Leergewicht kommt es auf 10 kg nicht an, aber für mich. Wir sprechen hier von Ketten, die sonst gut 50 kg wiegen – und davon habe ich nicht eine, sondern vier, davon zwei Zurrketten mit Ratschlastspanner.“

DoNova-Powerlash-Einsatz

35 t-Bagger mit DoNova PowerLash gesichert

DoNova PowerLash seit über einem Jahr im Einsatz

Damit transportiert der 44- Jährige im Auftrag von WBA, der Westfälischen Bau- & Abbruchservice GmbH in Werne, zu 95% Baumaschinen, z.B. Bagger, Radlader und Raupen der Firmengruppe Liebherr, einem der weltweit größten Baumaschinenhersteller, quer durch’s Ruhrgebiet, und auch quer durch Deutschland. „Manchmal fahre ich drei bis vier Maschinen pro Tag. Ich habe die DoNova-Ketten viel im Gebrauch und bin von der Haltbarkeit angetan: Es gibt keine Verschleiß-Spuren, nichts zu sehen!“

Nicht nur mit Menschen, auch mit der Ladung geht die DoNova-Textilkette sanfter um als die Stahlkolosse. André Ziel: „Ich habe die Zurrpunkte immer unten am Bagger, also am Fahrwerk, da kommt es auf Kratzer nicht so an. Fährt man aber Betonteile oder neue Container, da ist die Gurtbandkette eindeutig vorn. Wenn z.B. Garagen transportiert werden oder ganze Fertigbetonteile für Häuser – da ist Textil klar im Vorteil. Und wenn man Stahl-Coils fährt, wird es richtig spannend, denn da zählt jedes Gramm!“

 

Beim Klick auf das Bild kommen Sie zu unserer DoNova Infoseite.

DoNova-Textile Kette

 

 

 

 

 

 


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Anschlagkette DoNova PowerLift

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DoNova PowerLift kann auch mit Hochfesten Schäkeln kombiniert werden

Nach der erfolgreichen Einführung der textilen Zurrkette DoNova PowerLash ist ab Mai 2018 nun auch die textile Anschlagkette DoNova PowerLift erhältlich. Die DEKRA-zertifizierte DoNova-Kette wird hier mit hochfesten Kettenbauteilen der Güteklasse 10 (Aufhängegarnituren und Lasthaken) kombiniert und kann wie eine hochfeste Stahlkette eingesetzt werden. Als Verkürzungselemente dienen die mitgelieferten hochfesten Schäkel. Die aktuell erhältlichen Tragfähigkeiten finden Sie in der untenstehenden Tabelle. Lieferbar ist die DoNova PowerLift in den Nutzlängen 2 bis 8 m. Sonderlängen fertigen wir gerne für Sie.

 

Ihre Vorteile:

  • Bis zu 85% leichter
  • als Stahl
  • Einfaches Handling
  • Leicht verkürzbar
  • Nicht elektrisch leitend

 

Tragfähigkeitstabelle DoNova PowerLift

1-Strang: WLL 5.000 kg

2-Strang: WLL 7.000 kg (0-45°) / WLL 5.000 kg (45-60°)

3-Strang: WLL 10.500 kg (0-45°) / WLL 7.500 kg (45-60°)

4-Strang: WLL 10.500 kg (0-45°) / WLL 7.500 kg (45-60°)

 


 

Schwerlastrundschlingen DoMega „Made in Dortmund“

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Dolezych Hochleistungs-rundschlingen im Offshore-Einsatz

Wenn schwerste Lasten gehoben werden müssen, sind Hochleistungsrundschlingen mit Tragfähigkeiten bis über 300 t hinaus nicht mehr wegzudenken. Sei es in der Windkraft- oder Offshore-Industrie, im Schiffs- oder Maschinenbau – solche Herausforderungen müssen sicher bewältigt werden. Bei Dolezych sorgen 2 Produktlinien dafür, dass Sie beim Heben extremer Lasten auf der sicheren Seite sind: DoMega-Schwerlastrundschlingen aus Polyester oder die Spezialrundschlingen aus Dyneema®-Hochleistungsfasern. Selbst bei großen Nutzlängen werden hier in der hochmodernen Dortmunder Rundschlingenproduktion diese Schwerlastschlingen mit größter Längenpräzision hergestellt. Exakte Produktionslängen und damit ein 100% waagerechter Hebevorgang sind bei diesen schweren Lasten absolut wichtig.

 

Bärenstarke Leichtgewichte aus Dyneema®-Fasern

Wenn zu einer hohen Tragfähigkeit auch noch besonders anspruchsvolle Einsatzbedigungen kommen, sind Rundschlingen aus Dyneema® die erste Wahl. Diese Fasern, die bezogen auf ihr Gewicht 15 mal stärker als Stahl sind, reduzieren das Volumen und das Eigengewicht der Schwerlastrundschlingen um bis zu 70%. Die so deutlich geringere Auflagenbreite sorgt für ein überlegenes Handling. Zudem lassen sich mit unserem High-Performance Rundschlingenschlauch die Standzeiten solcher Hochleistungsschlingen signifikant erhöhen. Das extrem abriebfeste Material schützt die Rundschlinge auch bei härtestem Einsatz. Sprechen Sie mit uns. Wenn es um Schwerlast-Hebevorgänge geht, sind wir Ihr erster Partner.

 

 


 

F&T wird Freiluft-Hörsaal –
Einzigartige Kooperation mit der FH Dortmund

F&T LaSiSe Teststrecke und Schulungsgebäude in Selm

F&T LaSiSe Teststrecke und Schulungsgebäude in Selm

Für die Studenten der FH Dortmund mit dem Schwerpunkt Fahrzeugentwicklung wird es spannend. Durch die Partnerschaft zwischen der FH Dortmund und dem Forschungs-und Technologiezentrum Ladungssicherung Selm (F&T) können sie jetzt auch außerhalb des Hörsaals die erlernte Theorie praktisch umsetzen.

Bisher endete die Beteiligung der Studenten beim Test der persönlich entwickelten Modelle. Die neue Kooperation erlaubt es ihnen nun, die entworfenen Fahrzeuge selbst auf der Freiluft-Teststrecke unter realen Bedingungen zu testen und die Daten zu Motorleistung, Straßenlage und Bremsverhalten in eigens dafür auf dem F&T-Gelände aufgestellten Büro-Containern zu dokumentieren.

Aber auch F&T profitiert von der Partnerschaft. Das Unternehmen möchte Studierende an das Unternehmen heranführen und gewonnene Erkenntnisse aus der zweijährigen Kooperation in Aus- und Weiterbildungen fließen lassen.

 


DoLast – Hebezeuge nach Maß made by Dolezych

dolast-wendevorrichtung-2Riesige Coil-Wendezangen mit integrierter Drehvorrichtung, Transportbrücken für schwere Werkzeuge oder filigrane Fasswendegeräte – individuell entwickelte Hebezeuge gibt es für die verschiedensten Einsatzbereiche.
Dank eigener Entwicklung und Konstruktion mit erfahrenen Entwicklungsingenieuren sind uns bei der Realisierung von Hebezeugprojekten kaum Grenzen gesetzt.

Bei dem hier vorgestellten Kundenprojekt ging es darum, eine Hebe- und Wendevorrichtung für Bauteile einer Zentrifuge zu entwickeln. Diese runden, gut 800 kg schweren Trommel-Bauteile haben den Schwerpunkt außerhalb des Drehpunktes, deshalb benötigt der Wendevorgang besonders starke Motoren. Die Trommel-Bauteile sind zudem sehr empfindlich. Für einen exakten und schonenden Greifvorgang sind die Kontaktflächen mit Kunststoff beschichtet, geben guten Halt und vermeiden Beschädigungen der Oberfläche.

Ein ebenso bedeutsamer Aspekt war der Schutz des Anschlägers. Deshalb haben wir uns mit dem Kunden für eine elektromotorische Ausführung des Lastaufnahmemittels und eine Funkfernbedienung entschieden. So kann der Anschläger das Trommelunterteil greifen und wenden, ohne in den gefährlichen Schwenkbereich des Hebezeuges zu geraten. Auf „einfachen“ Knopfdruck wird die Last gewendet.

dolast-wendevorrichtungTechnische Daten:

Tragfähigkeit:  1.400 kg 
Verstellbereich:  500 – 1.100 mm 
Drehbereich:  360° 
Ausführung:  3 Motoren 
Eigengewicht:  440 kg 

 

Weiterführende Links:

 


 

DoMess 4.0 – Die nächste Generation der Vorspannkraftmessgeräte

vorspannkraftmessgerät-domess4Der wesentliche Faktor beim Niederzurren ist die Vorspannkraft, die in den Zurrgurt eingebracht wird. Die im Zurrgurtetikett ausgewiesene Vorspannkraft (STF) wird bei 50 mm breiten Gurten nach EN 12195-2 mit 50 daN Handkraft (SHF) aufgebracht.

Erreicht ein Anwender beim Spannen höhere Handkräfte und somit eine höhere Vorspannkraft, darf diese tatsächlich erreichte Vorspannkraft jedoch nur dann für die Berechnung der Zurrgurtanzahl verwendet werden, wenn sie durch ein Vorspannkraftmessgerät bestätigt wurde. Auch mit dem neuen DoMess4.0 ist es also möglich, bei gleichem Ladungsgewicht weniger Zurrgurte bzw. Spanngurte zu verwenden. Das spart wertvolle Zeit und reduziert Kosten.

Das neue an DoMess4.0 ist, dass mit nur einem Messgerät die Vorspannung an Gurten mit 25, 35 und 50 mm Bandbreite kontrolliert werden kann. Da es mobil, also nicht fest auf einem Gurt montiert ist, kann die Vorspannung auf beiden Seiten der Ladung kontrolliert werden. DoMess4.0 liefert exakte Messergebnisse, da es automatisch die Dicke der Gurtbänder und auch die Umgebungstemperatur bei der Messung berücksichtigt.

Die Speicherfunktion ermöglicht die Aufzeichnung und Auswertung von Messungen auch während der Fahrt. Mit dem integrierten GPS-Modul können die Messdaten zudem rückverfolgt und zugeordnet werden.

DoMess4.0 wird in einem hochwertigen Gerätekoffer geliefert, inklusive Auswertungssoftware auf USB-Stick, Bedienungsanleitung und Ersatzbatterien. Der Koffer ist leicht zu verstauen und findet so bequem in jedem Fahrerhaus Platz.

Onlineshop-Dolezych

DoMess4.0 im Onlineshop

DoMess4.0 ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch verfügbar – auf Wunsch sind aber auch andere Sprachen programmierbar.

Vorspannkraftmessgerät DoMess4 im Koffer

Alles dabei: DoMess4.0 im Koffer

Weitere Informationen zum Thema Ladungssicherung finden Sie auf den folgenden Seiten: 

DoNova – die textile Kette

LKW- und PKW-Spanngurte

Zurrgurte für Motorräder

Zurrnetze

Zurrketten

Zurrdrahtseile

 

Noch offene Fragen zum Thema Ladungssicherung? 

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Textiler Sperrbalken“ sorgt für mehr Flexibilität bei der formschlüssigen Ladungssicherung

Bei Stückgutladungen mit sperrigen oder unförmigen Ladungen gibt es oft Schwierigkeiten, Ladung formschlüssig zu sichern. Die Lücken zwischen den Ladungsgütern lassen sich nicht einfach schließen und einzelne Güter drohen zu verrutschen. In diesen Fällen werden üblicherweise Hilfsmittel wie Klemm- oder Sperrbalken verwendet, mit denen für einzelne Ladungsstücke dann Formschluss geschaffen wird. Aber diese starren Hilfsmittel haben in der Praxis auch Nachteile, denn sie sind relativ schwer, unhandlich und bei Nichtgebrauch häufig im Weg. Hinzu kommt, dass sie bei Verformungen infolge von Krafteinwirkung oft nicht mehr zu gebrauchen und damit zu entsorgen sind. Eine interessante Alternative bietet hier unsere neue „textile Sperrstange“. Das flexible Gurtband wird mit Ankerschienenbeschlägen in den Seitenwänden des Aufbaus verankert und dann an oder auch um das zu sichernde Ladegut gelegt. Mit zwei Klemmschlossgurten lässt sich die „Sperrstange“ zusätzlich noch in der Länge leicht verstellen und so an unterschiedliche Fahrzeugbreiten anpassen und auf Spannung bringen.

Hier geht’s zum Shop, wo Sie die textile Sperrstange kaufen können.

 


Einfluss von Vorspannkraft und Reibung – Forschungsgruppe untersucht die dynamischen Einflussgrößen bei der Direktsicherung

einfluss-von-vorspannkraft-und-reibungDie Formeln zur Berechnung einer Direktzurrung stammen aus einer Zeit, in der die Berechnungsumstände wesentlich weniger komplex waren als sie es heute sind. Durch Entwicklungen im Bereich der Fahrzeug- und Zurrmitteltechnologie sowie Veränderungen der Ladung stoßen sie heute an ihre Grenzen. Oftmals werden zur Sicherung einer Ladung im Direktzurrverfahren mehr als vier Zurrmittel eingesetzt. Dadurch entstehen z.B. unterschiedliche Zurrwinkel, Längen und Dehnungen, sodass eine gleichmäßige Belastung der Zurrmittel nicht mehr gegeben ist und sie ihre Belastungsgrenze erreichen. Im praktischen Versuch konnte zudem gezeigt werden, dass auch die Vorspannkräfte in den Spannmitteln bei einer Direktsicherung unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls zu ungleichmäßiger Belastungsverteilung führen können. Damit ist eine Berechnung anhand der herkömmlichen Formeln nicht mehr verlässlich.
Ein interdisziplinäres Team aus Sachverständigen und Ingenieuren aus dem Kreise der Forschung, der Industrie, des Sachverständigenwesens und der Sicherungsmittelhersteller – darunter auch Uwe Schöbel, Leiter der Abteilung Technik bei Dolezych – hat daher den Einfluss von Vorspannkraft und Reibungskraft auf die Ladungssicherung beim Direktzurren untersucht. In über 30 Messfahrten wurden anhand modernster Messtechnik die dynamischen Einflussgrößen ermittelt, die sich durch die Fahrbewegung, das Fahrzeug, die Ladung selbst oder die ins Zurrmittel eingeleitete Vorspannkraft ergeben.

 

Die Auswertung der Versuche ergab zwei Ergebnisse

1. Solange die in Wirkrichtung der Reibungskraft eingeleitete Komponente der Vorspannkraft größer ist als die Reibungskraft, wirkt sich die mit den Spannelementen eingeleitete Vorspannkraft nicht zu 100 % auf die Sicherung aus. Die Vorspannkraft addiert sich nicht oder nicht vollständig.

2. Wird die Reibungskraft zwischen Ladegut und Fahrzeugboden größer als die in gleicher Richtung wirkende Komponente der Vorspannkraft, ist festzustellen, dass eine Addition der Kräfte beginnt. Zur Trägheitskraft addiert sich die zuvor eingeleitete Vorspannkraft bis zu 100 %. Eine scharfe Abgrenzung, ab wann die Vorspannkraft sich zur Trägheitskraft addiert und in der Folge Einfluss auf die Sicherungskraft nimmt, konnte mit den bisher durchgeführten Versuchen noch nicht eindeutig festgestellt werden.

 

Resümee und Ausblick

In der Kenntnis, dass bei der Sicherung hoher Ladungsgewichte das Direktzurrverfahren angewandt wird, sollten die Formeln der aktuell anzuwendenden Berechnungsgrundlagen um die auch beim Niederzurren berücksichtigte Vorspannkraft STF ergänzt werden. Die Berücksichtigung sollte so erfolgen, dass die mit dem Spannmittel aufgebrachte Vorspannkraft von der jeweiligen max. zulässigen Zugkraft (LC) des Zurrmittels in Abzug zu bringen ist. Ist die LC des Zurrmittels größer als die zulässige Belastung des Zurrpunktes bzw. des Befestigungspunktes an der Ladung, ist die Vorspannkraft vom schwächsten Glied in Abzug zu bringen. Der so ermittelte Differenzbetrag stellt die noch zur Verfügung stehende Sicherungskraft, die bei der Berechnung zugrunde gelegt werden muss, dar. Als wichtige Erkenntnis kann festgehalten werden, dass die gelebte Praxis Zurrmittel im Direktzurrverfahren nur „Handfest“ – also mit einer Vorspannkraft von nicht mehr als 10% LC – sich als gute und richtige Praxis etabliert hat und diese auch weiterhin beachtet und gelebt werden sollte. Die Autoren streben weitere Untersuchungen an. Sie sollen zusätzlichen Aufschluss zu dieser Thematik geben. Den gesamten Fachaufsatz finden Sie hier: www.lasise.de

Die Frage, ob bei einer Direktzurrung die Zurrmittel mit hoher Vorspannkraft oder lediglich handfest gespannt werden sollten, kann derzeit noch nicht allgemeingültig beantwortet werden. Tendenziell sollten die Zurrmittel bei der Sicherung von schweren Ladungen, die eine große Reibung aufweisen, nicht mit sehr hohen Vorspannkräften gespannt werden. Insbesondere dann, wenn diese Ladungen auf rutschhemmenden Materialien (RHM) wie Antirutschmatten stehen. Eine Kräfteaddition im Zurrmittel könnte zur Überbeanspruchung, schlimmstenfalls zum Versagen des Zurrmittels oder des Zurrpunktes führen. Vorspannkraftanzeigen eignen sich zur Ermittlung der jeweils aufgebrachten Vorspannkraft. Keinesfalls sollten Zurrmittel aber mit mehr als 50% der LC vorgespannt werden.