Riesiger Schiffsverladearm gehoben

Ein Super Green Pin liegt schon bereit, daneben unsere DoMega+ Rundschlingen.

Die Werkshalle, die wir an einem frühen Donnerstagmorgen Anfang Oktober betreten, könnte auch zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gehören. Die liegenden Kolosse der Schiffsverladearme sehen mit etwas Phantasie aus wie Raketenabschussrampen.

Wir befinden uns jedoch bei der SVT GmbH in Schwelm. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Anlagen für die Verladung von Flüssigkeiten und Gasen. Heute ist auch für diesen Global Player ein besonderer Tag: Der größte Schiffsverladearm, der hier bisher konstruiert und gebaut wurde, soll für die finale Testphase aufgestellt werden. Wir haben für diesen Zweck zwei Schwerlastrundschlingen (mit jeweils 50 t Tragkraft) und zwei spezielle Schäkel (Super Green Pins) geliefert.

Ein Jahr mit dem „Monster“

Die Maße der Konstruktion rechtfertigen den liebevollen Spitznamen bei der SVT: Das „Monster“ ist 28 Meter hoch und wiegt alleine 57 Tonnen. Wenn der Verladearm später komplett aufgebaut ist mit Gegengewicht, Dreiergruppe und Plattformen wird sein Gewicht knapp 80 Tonnen erreichen.

Sein Bestimmungsort ist unter menschlichen Gesichtspunkten unwirtlich: er muss Temperaturen von bis zu -52 Grad Celsius aushalten, außerdem schweren Wellengang, Sturm, Salzwasser.

Monster auf Tour

Ein Jahr konstruierte und baute das Team der SVT GmbH diesen riesigen Schiffsverladearm. Heute nun wird er erstmals aus der Halle herausgefahren und im Hof aufgestellt. Die Testphase wird etwa 2 Wochen dauern, es müssen alle Eventualitäten simuliert werden. Erst nach der erfolgreichen Prüfung wird er demontiert und seine Reise zum Kunden antreten.

Aufwändige Hebeaktion

Der Koloss wird liegend auf einem Schwertransporter aus der Halle gefahren. Im Freien muss er aufgerichtet werden: 2 Schwerlastkrane stehen bereit. Der Verladearm hat zu diesem Zweck zwei Ösen. Hier wird jeweils ein Super Green Pin-Schäkel angebracht und darin je zwei Rundschlingen. Die „normalen“ Schwerlast-Rundschlingen (WLL 25.000 kg) sind für sich bereits voluminös und benötigen durchaus Kraft. Die grauen DoMega+ mit WLL 50.000 kg fallen aus dem Rahmen: Dank innovativer UHMW-PE-Hochleistungsfaser Dyneema® wiegen sie mit ihren ca. 21 kg Eigengewicht nur einen Bruchteil der Standard-Rundschlingen aus Polyester; man kann fast sagen, sie sind mit einem Finger zu heben. Zudem sind die DoMega+-Schlingen deutlich schmaler, so dass der Querschnitt der Schäkel geringer sein kann.

Die Kranführer stehen vor einer Mammutaufgabe – sie müssen synchron arbeiten und 57 Tonnen an zwei Schäkeln vorsichtig anheben. In der Waagerechten schwebend werden noch einige Bauteile angeschraubt bzw. final befestigt. Erst dann kommt das „Monster“ in die Senkrechte, um auf der vorbereiteten Basis verankert zu werden. Dazu wird später der Kran, der das untere Bauteil am Haken hält, dieses herunterlassen und die gesamte Last wird am oberen Teil an einem Schäkel mit zwei DoMega+ -Schwerlast-Rundschlingen hängen. Für die Kranführer ist dann millimetergenaues Arbeiten gefragt.

Der Hebevorgang beginnt. Erstaunlich, wie filigran Schäkel und Rundschlingen aussehen aus der sicheren Distanz und an einem Gerät wahrlich monströser Abmessungen. Kaum vorstellbar, dass bereits die Schäkel jeweils gut 40 Kilogramm auf die Waage bringen ­– im Vergleich zum Schiffsverladearm ist das jedoch zu vernachlässigen. Auch unsere Rundschlingen, jede mit einer Tragkraft von 50 Tonnen, sehen plötzlich an dem riesigen Bauteil aus wie Mikadostäbchen. Atemberaubende Ansichten sind das – und vor der Aufgabe stockt dem Laien das Herz. Die Profis sind ganz ruhig, sie wissen, dass Schäkel und Schlingen halten, was sie versprechen. Kein Wunder, schließlich werden Dolezych-Produkte aus dieser Faser vor der Freigabe auf Herz und Nieren mit der 7fachen Tragfähigkeit in Anlehnung an die DIN EN 1492-2  (Norm zur Rundschlinge aus Chemiefaser) geprüft.

Nach etwas mehr als zwei Stunden steht der turmartige Koloss. Alles hat gut geklappt, die Anspannung lässt spürbar nach. In zwei Wochen ist alles getestet, der Abbauvorgang wird nicht weniger spektakulär und aufwendig sein. Danach kann die Reise beginnen.

Wir sind stolz darauf, auch hier wieder einmal wertvolle Unterstützung geleistet zu haben und freuen uns sehr über einen weiteren besonderen Anwendungsfall!


Was ist eine scharfe Kante?

… und warum ist das so wichtig?

Weder ein Skiclub im Allgäu noch eine Kneipe auf St. Pauli!

… ist die augenzwinkernde Antwort unseres Qualitätsmanagers Thomas Schade auf diese Frage.

Der Begriff scharfe Kante ist zunächst ganz wörtlich zu nehmen: Eine Kante, die das Anschlagmittel stresst und die Gefahr eines Schnittes provoziert, ist scharf.

Die Gefahr: Bei unsachgemäßer Verwendung kann die Tragkraft des Anschlagmittels durch die scharfe Kante reduziert sein! Ein Lastabsturz mit furchtbaren Folgen bis hin zum Tod kann die Konsequenz sein.

Schnittfest unter Zugbelastung? Niemals!

Es ist ein einfaches physikalisches Gesetz: Kein bekanntes Material ist unter Zugbelastung schnittfest! Dieses Wissen wenden wir meist unbewusst an, wenn wir etwas durchschneiden wollen und es automatisch dehnen, also auf Zug belasten. Die Physik gilt für Stahlprodukte ebenso wie für unsere textilen Produkte aus beispielsweise Polyester oder einer UHMW-PE-Faser.  Auch für gewebte Mäntel von textilen Anschlagmitteln gilt diese Eigenschaft. Eine Beschädigung hat zwar meist keinerlei Auswirkung auf die gesicherte Tragkraft der Rundschlinge (diese wird in unserem Prüflabor mit Sicherheitsbeiwert 7 getestet, also mit der 7fachen Tragkraft). Sie können aber nicht ausschließen, dass die Beschädigung quer zum Kraftfluss passiert ist oder es sich um eine tiefergehende Beschädigung handelt. Daher darf das Produkt mit einem solchen Defekt am Mantel nicht mehr verwendet werden. Zur Frage, wann textile Hebemittel ablegereif sind, haben wir in unserem letzten Newsletter eine Checkliste angeboten. Sie können sie hier herunterladen.

Alle Anschlagmittel, stählerne und textile wie Stahlketten, Rundschlingen, Hebebänder oder Bandschlingen müssen daher vor der Schnittgefahr geschützt werden. Entweder, indem scharfe Kanten vermieden werden oder aber, indem geeignete Schutzmaßnahmen (siehe Maßnahmen weiter unten) ergriffen werden.

Definition “scharfe Kante”

Eine Kante ist dann scharf, wenn der Radius r der Auflagefläche kleiner ist als die Dicke d des Anschlagmittels.

“r” = Radius Auflagefläche, “d” = Dicke Anschlagmittel

Stellen Sie sich eine Tischkante vor: Im Normalfall ist diese leicht abgerundet. Ist sie das nicht, spüren wir schon bei einem leichten Stoß mit der Kante eine Stressreaktion: Schmerzen, im schlimmsten Fall Verletzungen oder einen Riss in der Kleidung.

Durch die leichte Abrundung bekommt die Tischkante einen Radius (r). Stellen wir uns nun vor, wir heben den Tisch an: Handfläche (oder Finger) fungieren als „Anschlagmittel“ und entsprechen dann der Dicke (d) eines Anschlagmittels. Je nach Gewicht des Tisches wird unsere Haut ohne geeigneten Schutz verletzt werden, zumindest aber schmerzen, denn die Dicke der Hand ist größer als die wenigen Millimeter Radius der Auflagenfläche der Tischkante.

Dieses alltägliche Beispiel lässt sich auf „große“ Lasten und Anschlagmittel übertragen.

Wir halten fest

  • Es gibt eine offizielle Definition einer „scharfen Kante“. Diese besagt: Radius r < Dicke d.
  • Unter Zugbelastung ist kein Material schnittfest.
  • Um Schnitte zu vermeiden, müssen geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Einsatz von Schäkeln

Nun werden Anschlagmittel oft auch mit Schäkeln am Hebegut befestigt.

Grundsätzlich ist der Gebrauch von hochfesten Schäkeln mit textilen Anschlagmitteln wie Rundschlingen zwar technisch möglich und zulässig, aber nicht optimal. Der Grund: Die harte Auflagefläche ist für eine textile Oberfläche eine echte Stresssituation.

Auch wenn die Bolzen rund sind, gibt es hier trotzdem „scharfe Kanten“. Denn wenn die Auflagefläche des Schäkels G kleiner ist als die Dicke des Anschlagmittels, ist auch das als „scharfe Kante“ anzusehen. Die Gefahr eines Defekts besteht.

Bei der Nutzung von Schäkeln gilt aber nicht nur genau, sondern auch doppelt hinzusehen: Es ist nicht nur die Auflagefläche in der Vertikalen entscheidend; auch die Breite des Schäkelbügels spielt eine entscheidende Rolle!

Dieser „Wide body Schäkel“ hat durch den erweiterten Radius „G“ mehr Platz für das Anschlagmittel (siehe Abbildung rechts). Die Rundschlinge liegt dann voll auf und wird nicht zusammengeschoben.

Auch die Breite des Schäkels „g“ ist zu beachten (siehe Abbildung links). Eine Rundschlinge kann auch gestresst werden, wenn die Breite zu klein ist. Das Material wird dann zusammengeschoben, gestaucht. Das kann zu Problemen führen, vor allem, wenn elastische Fasern verwendet werden. Der Effekt ist der gleiche, der auch bei scharfen Kanten auftritt

Abhilfe schaffen

Das Problem: Im laufenden Betrieb sind oft keine idealen Bedingungen gegeben. Die Herausforderungen im täglichen Ablauf erfordern nun einmal auch, dass – um im Beispiel zu bleiben – ein Tisch ohne abgerundete Tischkante gehoben wird, auch ohne Defekte am vorhandenen Anschlagmittel.

Die gute Nachricht: Wir haben zahlreiche Hilfsmittel, mit denen Sie die scharfe Kante in den Griff bekommen!

  • Ein Kantenschutz aus Polyurethan beispielsweise kann auf das Hebeband oder die Rundschlinge gezogen werden. Er ist weniger schnittempfindlich und reduziert daher die Schnittgefahr.
  • Festbeschichtungen an Bändern sind direkt auf das Anschlagmittel aufgebracht und schützen das Material.
  • Unsere DoLex-Kantenschutzwinkel aus Polyurethan oder mit Stahleinlage vergrößern die Auflagefläche (den Radius) am Hebegut.
  • DoPremium-Kantenschutzschläuche aus der UHMWPE-Hochleistungsfaser Dyneema® bieten Rundschlingen und Hebebändern optimalen Schutz gegen scharfe Kanten. Highest Qualitiy-Equipment, außerdem als einziger Schutzschlauch DEKRA-zertifiziert!
  • Optimalen Kantenschutz für scharfkantige Lasten wie Coils, Blechpakete etc. bieten unsere Kanten- bzw. Schnittschutzwinkel aus Dyneema® mit Kupferblecheinlage.
  • „Wide body“-Schäkel sind breiter, haben also im Schäkelbügel einen größeren Radius. Das Anschlagmittel wird nicht geknickt bzw. gestaucht.

Diese und weitere Produkte zum Kantenschutz finden Sie unter diesem Link.

Think before you lift! Planen Sie Ihren Hebevorgang detailliert und klären Sie alle Parameter genauestens ab!

Wenn Sie Fragen zum Thema „Sicheres Heben“ haben, wenden Sie sich an unsere Experten! Neben individueller Beratung bieten wir auch Seminare mit international anerkannten Spezialisten als Referenten an. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf unter Telefon 0231 – 82 85 0 oder per Mail unter info@dolezych.de.


Begreifen kommt von „Greifen“!

Produktschulung zum DoRa-Spanner

Anfassen, ausprobieren, mit allen Sinnen erleben – das war das Motto unserer internen Mitarbeiter-Produktschulung. Das Zusammenspiel des neuen Teleskop-Ratschlastspanners DoRa mit der textilen Kette DoNova® sollten alle Mitarbeiter erleben können.

Dolezych Mitarbeiter Projektschulung zum DoRa-Spanner
Unsere Mitarbeiter bei der Projektschulung zum DoRa-Spanner

Dafür wurde ein Schulungstrailer auf unserem Firmengelände vorbereitet. Zuerst wurde eine Stahlkette mit Standard-Spanner verspannt, danach unsere textile Kette mit dem DoRa-Spanner. In Zweier-Teams (coronakonform getestet und mit Maske) konnten wir begreifen und – im wahrsten Sinne des Wortes – am eigenen Leib erfahren, wie viel leichter und effizienter die Ladungssicherung sein kann, wenn die richtigen Produkte eingesetzt werden.

Wir haben gelernt:

  • Die Arbeit mit Stahlketten und Standardspannern ist (auch für fitte und sportliche Kollegen) schon anstrengend und kräftezehrend.
  • Die textile Kette DoNova® ist dagegen fast federleicht!
  • Der DoRa spart Kraft und Zeit: Die DoNova® Zurrkette muss beim Einhaken nicht so stramm gezogen werden. Durch den langen Spannweg bleiben außerdem oft Spannweg-„Reserven“ übrig, sodass man den Spanner nicht mehr unbedingt abnehmen muss, um nachzuspannen.
  • DoRa und DoNova® zusammen sind eine eindrucksvoll spürbare Arbeitserleichterung!

Sie wollen das auch ausprobieren und erleben? Sprechen Sie uns an! 02 31 / 82 85 – 0


Die Besonderheit eines Flämischen Auges

Unsere Content-Redakteurin zu Besuch in der Seilerei

Waldemar Ptok

Immer wenn ich in die Seilerei komme, fühle ich mich wie beim Betreten einer ganz besonderen Welt. Ein besonderer Geruch hängt in der Luft, es ist eine Mischung aus Stahl und Schmierfett. Zu hören ist das Wummern der Maschinen und die Schlaggeräusche eines Hammers. Die Hauptrolle hier spielen Stahlseile – meterlang, dünn und dick, glänzend oder matt.

Sie liegen aufgerollt auf großen Holzhaspeln im Regal und warten darauf, verarbeitet zu werden. Im Gegensatz zur Feinseilerei nebenan, in der filigrane Arbeit an Seilen von 0,8 bis 6 mm Durchmesser gefragt ist, werden in der Seilerei Stahlseile ab 6 mm Durchmesser verarbeitet. Es wird neben viel Know-How auch wirklich Kraft benötigt.

Seile zu konfektionieren ist Handwerk im Wortsinn. 12 Kollegen sind aktuell hier beschäftigt, Nachwuchs ist schwer zu finden. Ein Großteil der Kollegen in der Seilerei ist schon lange dabei, teilweise sogar schon seit fast 50 Jahren!

Waldemar Ptok ist der Herr der Seile. Seit 31 Jahren arbeitet er in der Dolezych-Seilerei, angefangen hat er als Auszubildender. In Windeseile zeigt er mir, wie ein Flämisches Auge, eine besonders sichere und langlebige Drahtseilverbindung für Anschlagseile, gelegt wird. Es ist ein verhältnismäßig dünnes Seil von 20 mm, an dem er mir das vorführt – ab 24 mm Seil-Durchmesser müssen Zweier-Teams daran arbeiten. Möglich ist dieser Seilabschluss für Seile zwischen 8 mm und 32 mm.

Das Flämische Auge

Flämische Augen sind besonders sicher. Das liegt neben der besonderen Machart auch daran, dass in Deutschland bei Flämischen Augen üblicherweise Stahlseile mit einer Stahlseele (statt Faserseele) und einer Stahlpresshülse verwendet werden. Durch die Stahlseele sind Flämische Augen besonders für den Einsatz in Heißbereichen bis zu 400° Celsius geeignet. Eine Faserseele würde bei diesen Temperaturen verbrennen – nicht erkennbar für den Anwender. Das Seil würde innen hohl werden. Der Faserverbund fiele in sich zusammen und könnte somit keine Lastunterstützung mehr leisten. Die angegebene Tragfähigkeit des Seils könnte dann negativ beeinflusst werden. Bei einer Sichtprüfung kann diese Gefahr jedoch nicht bemerkt werden!

Durch die Ösenbildung durch Spleiß und Verpressung bietet das Flämische Auge 100-prozentige Sicherheit zur Mindestbruchlast bei allen 6-litzigen Macharten. Die besondere Machart des Flämischen Auges sorgt für eine symmetrische Verteilung der Krafteinwirkung. Eine Stahlpressklemme sorgt dafür, dass Flämische Augen verschleißfester sind als Seile mit Alupressklemmen. Durch die konisch schlanke Form der Stahlpressklemme, die sich nach unten verjüngt, kann sich das Seil beim Durchziehen unter Lasten oder beim Bündeln zudem nicht verhaken. Das Flämische Auge ist zu 100 Prozent Handarbeit! Das Seil aufzuspleißen, die Kardeelen gegenläufig wieder als Auge zu verbinden und dann die Litzenenden gleichmäßig um das tragende Seil zu legen, damit die Stahlpressklemme darüber geschoben werden kann – ja, hier ist pures Seilerhandwerk gefragt!

Übung macht den Meister

Aufgerolltes Seil
Für die Fertigung von Seilen benötigt es viel Training

Waldemar Ptok schätzt, dass es zwei bis drei Monate dauert, bis die einzelnen Handgriffe wirklich sitzen. „Den Ablauf musst Du immer und immer wieder durchführen, das braucht Übung.“ Mit 31 Jahren Erfahrung sieht es kinderleicht aus, aber ich, für die diese Arbeitsschritte noch neu sind, verirre mich in den einzelnen Strängen. „Mal eben biegen“ funktioniert nicht, Stahl benötigt Muskelkraft und ein Flämisches Auge ein besonders strukturiertes Vorgehen.

Kein Wunder, dass hierfür viel Training nötig ist. Aber diese Arbeit und die Verantwortung, die daran hängt, macht Waldemar Ptok sehr zufrieden. Die Seile mit den Flämischen Augen werden, wie alle unsere Produkte, in unserem Prüflabor getestet, so dass die Sicherheit garantiert ist.

Ein persönliches Resümee

Mir hat der Seilerei-Besuch (wieder einmal) eindrücklich gezeigt, welche Verantwortung die Kollegen in der Produktion jeden Tag tragen. Wie schon in unseren anderen Produktions-Abteilungen wird mir klar, dass die menschliche Handwerkerhand für einige Vorgänge unersetzlich ist und dass die hergestellten Produkte dadurch zu etwas Einzigartigem werden.

Wir haben die Arbeitsgänge in der Seilerei fotografisch festgehalten.


Schluss mit Schrotthaufen in Logistikzentren!

Wir revolutionieren die Ladungssicherung

Das Problem mit verbogenen Sperrstangen kennt jeder, der sich mit Transporten und Ladungssicherung beschäftigt: Eine Vollbremsung, ein ordentlicher Ruck – schon ist die Stange verbogen und damit nicht mehr einzusetzen. Damit es erst gar nicht dazu kommt, schafft unsere „Textile Sperrstange“ Abhilfe. Sie ist DER Spezialist für formschlüssige Ladungssicherung.

Transport- und Ladungssicherung mit der textilen Sperrstange von Dolezych
Ladungssicherung mit der textilen Sperrstange

Flexibles Gurtband

Statt aus Stahl oder Aluminium besteht unsere „Textile Sperrstange“ aus textilem Gurtband, das zu Netzmaschen vernäht ist. Belastungen, zum Beispiel durch ruckartiges Bremsen, kann die flexible Netzstruktur ohne Beschädigungen aufnehmen. Die Befestigung an den Seitenwände des Fahrzeugs ist dank der gebräuchlichen Beschläge (LC mind. 250 daN je Befestigungspunkt) ein Kinderspiel: Abhängig vom jeweiligen Schienentyp können Sie bei uns zwischen Ankerschienenbeschlag, Single-Stud-Fitting oder Schlüssellochbeschlag wählen. Nachdem das flexible Netz an der Seitenwand befestigt wurde, kann es ladungsschonend sowohl an als auch um das zu sichernde Ladegut gespannt werden.

Die „Textile Sperrstange“ ist dank der Maschenstruktur in Höhe und Länge leicht flexibel und kann also einige Millimeter in Höhe und Länge ausgleichen. Sie kann zum Beispiel auch diagonal eingesetzt werden. Außerdem ist sie mit hochfesten Gummispannbändern oder mit Gurtbandklemmschlössern problemlos längenverstellbar: Unterschiedliche Fahrzeugbreiten sind damit kein Problem!

Befestigung der textilen Sperrstange in einem LKW
Die textile Sperrstange ist leicht zu bedienen und passt sich dem Fahrzeug an

Kostengünstiges Platzwunder in Leichtbauweise

Unsere Neuentwicklung ist der Verwandlungskünstler unter den Sperrstangen: Ladegüter mit unterschiedlichsten Formen und Abmessungen können so gesichert werden. Durch die vollflächige Auflage der „Textilen Sperrstange“ ist nur dieses eine System zur richtlinienkonformen Ladungssicherung nötig. Das Sicherungsmittel schmiegt sich quasi am Ladegut an!

Das Beste: Nicht nur muskulöse Nutzer können mit der „Textilen Sperrstange“ umgehen. Mit einem Gesamtgewicht von unter 1,5 kg ist das System in etwa so leicht wie eine Ananas. Sie macht also nur einen Bruchteil des Gewichts traditioneller Sperrbalken oder -stangen aus

Hinzu kommt die platzsparende Aufbewahrung: Im Gegensatz zu sperrigen Stangen kann das textile Netz zusammengerollt verstaut werden und passt dann in einen handelsüblichen Schuhkarton. Zu guter Letzt ist unsere „Textile Sperrstange“ auch bis zu 50 Prozent günstiger als die stählernen Kollegen. Und am Ende des Lebenszyklus ist das Recyceln problemlos möglich: Das verwendete Garn kann umweltfreundlich als Wertstoff entsorgt werden.

Selbstverständlich ist diese besondere Sperrstange auch normkonform. Die Fertigung erfolgt gemäß der Richtlinien VDI 2700 ff. und DIN EN 12195-2. 13

Ihr Ansprechpartner:

Walter Eckstein
Leiter Verkauf, Transport & Logistik
0231/8285 – 421
walter.eckstein@dolezych.de

Wer’s ganz genau wissen will

  • Leicht in den Seitenwänden des Aufbaus zu befestigen
  • Verstell- und spannbar mit zwei Klemmschlossgurten
  • Kann an oder um das Ladegut gelegt werden
  • Lieferbar mit Schlüssellochbeschlag, Single-Stud-Fitting, Ankerschienenbeschlag, weitere Endbeschläge auf Anfrage
  • Kompatibel mit unserem neuen DoFix-Adapter!
  • Erhältlich in den Abmessungen 425 x 2225 mm und 425 x 1425 mm

Die Zurrgurte des Arc de Triomphe

Unsere Zurrgurte sind Teil der aktuell wohl spektakulärsten Kunst-Aktion: Der Verhüllung des Arc de Triomphe in Paris 2021!

Der verhüllte Arc de Triomphe am Place Charles de Gaulle
Der verhüllte Arc de Triomphe am Place Charles de Gaulle

Mehr als 2.600 Zurrgurte in den Sonderfarben Silbergrau und Orange durften wir dieses Jahr an das Christo-Projektteam liefern. Silvia Bauer aus unserem Verkaufsteam sorgte seit März dieses Jahres dafür, dass alles glatt lief und organisierte perfekt. Unsere Zurrgurte hielten 25.000 Quadratmeter bzw. 15 Tonnen silbergrauen Stoff an der Gerüstkonstruktion und waren verantwortlich dafür, dass Interessierte aus aller Welt das verhüllte französische Nationaldenkmal gefahrlos bewundern konnten.

Plan zur Verhüllung schon in den 60ern

Das zwischen 1806 und 1836 errichtete Pariser Wahrzeichen war vom 18. September bis zum 3. Oktober 2021 für 16 Tage ganz neu zu entdecken. Die posthume Aktion – Christo starb im Mai 2020 – ist eine Hommage an Christo und Jeanne-Claude und gleichzeitig die Realisierung des letzten Wunsches von Christo, den er sogar in seinem Testament erwähnte. Wäre die Corona-Pandemie nicht dazwischen gekommen, wäre das Projekt bereits im Frühling 2020 realisiert worden. Schon 1961 hatten Christo und Jeanne-Claude die Idee, den Arc de Triomphe zu verhüllen. Das Paar lebte damals in Paris.

60 Jahre später wurde aus der Vision Wirklichkeit: Eine Unterkonstruktion schützte das historische Gebäude, das silbergraue, schimmernde Gewebe verhüllte das Denkmal. Zum Großteil unsichtbar, aber unverzichtbar: Unsere Zurrgurte! Diese sorgten dafür, dass die schweren Stoffe richtig sitzen. Geordert wurden sie in Sonderfarben, auch das hatte Christo noch bis ins Detail geplant.

Alle 50 cm wurde ein Zurrgurt benötigt. Silbergraue Zurrgurte hielten die Stoffplanen an Stangen, sicherten das Gerüst und verbanden das Gewebe mit dem Gerüst. Orange Zurrgurte, 100 mm breit, waren für die Sicherung am Triumphbogen verantwortlich.

Sven Wasik und Vladimir Yavachev auf dem Dach des Arc de Triomphe
Sven Wasik und Vladimir Yavachev auf dem Dach des Arc de Triomphe

Unser Leiter der Geschäftsentwicklung, Sven Wasik, war an dem Wochenende der tatsächlichen Verhüllung vor Ort. Das Zauberwort „Vladimir Yavachev“ öffnete ihm die von Securities gut bewachten Tore. Yavachev ist der Neffe Christos, lange Jahre einer der engsten Vertrauten Christos und für den verhüllten Arc de Triomphe der Projektdirektor. Er holte Sven Wasik schließlich nach ganz oben auf das Dach des Triumphbogens. Wasiks Eindruck: Gigantisch! Unsere Zurrgurte bestimmten das Bild am Tag vor der endgültigen Verhüllung. Die gesamte Projektfamilie ist glücklich. Selbstverständlich über das Projekt an sich. Aber eben auch glücklich, dass unsere Zurrgurte vor Ort alles zusammenhielten. „Your straps saved my ass!“ (ungefähr: „Eure Zurrgurte haben mich gerettet!“). Damit bedankte sich Vladimir Yavachev eindrücklich bei Sven Wasik, nach getaner Arbeit und als das erste kleine Dach vollständig verhüllt war.

Dieses herausragende Projekt wollten selbstverständlich auch Udo und Tim Dolezych real erleben. Gemeinsam mit unserem stellvertretenden Geschäftsführer Karl-Heinz Keisewitt machte sich die Dolezych-Crew am letzten September-Wochenende auf den Weg nach Paris. Vor Ort ließen sie sich von dem überwältigenden Projekt beeindrucken. Der Arc de Triomphe schimmerte in allen Facetten zwischen rötlich am Morgen über silbergraublau bei Sonnenschein bis hin zu dunkelgrau am Abend. Auch der Blick vom Dach des verhüllten Kunstwerks auf Paris war atemberaubend. Das Wissen um das Innenleben, darum, dass auch Dolezych-Zurrgurte all das erst möglich gemacht haben, erfüllt alle drei mit Stolz. Stolz darauf, mit Produkten aus Dortmund Teil einer überaus beeindruckenden Kunst-Aktion gewesen sein zu können.

Udo Dolezych, Tim Dolezych und Karl-Heinz Keisewitt vor dem Arc de Triomphe
Die Dolezych-Crew in Paris

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass unser Familienunternehmen Teil dieser spektakulären Verhüllung sein durfte. Ähnlich wie den Berliner Reichstag (Anm. der Red.: 1995 „Wrapped Reichstag“: Verhüllung des Reichtags in Berlin durch Christo & Jeanne-Claude) erleben wir durch die Verhüllung den Arc de Triomphe ganz neu. Eine erneute faszinierende Erfahrung, die Lust macht auf weitere Kunst-Projekte!“

Wer’s ganz genau wissen will

  • 1806 von Napoleon I. in Auftrag gegeben, 1836 vom französischen König Louis-Philippe eingeweiht, den Armeen der Revolution und des Kaiserreichs gewidmet: Der Arc de Triomphe ist das Nationaldenkmal Frankreichs.
  • Architekt Jean-François Chalgrin war inspiriert von antiken Vorbildern (Titus-Bogen in Rom), plante aber mit wahrlich gigantischen Dimensionen.
  • Der Arc de Triomphe de l’Étoile ist 50 m hoch, 45 m lang und 22 m breit! Unter dem Bogen liegt das Grabmal des Unbekannten Soldaten, die Ewige Flamme (Flamme du Souvenir ) wird täglich gewartet.

Platinhochzeit im Hafen

Seit 70 Jahren ist Dolezych im Dortmunder Hafen zuhause

Mehr als 20 Kilometer Gleisanlagen wurden verlegt, die Kosten für das Staatssäckel betrugen 6,43 Millionen Reichsmark und der deutsche Kaiser Wilhelm II war bei der feierlichen Einweihung am 11. August 1899 dabei: Der Dortmunder Hafen war schon immer ein Projekt mit über- regionaler Strahlkraft.

Gut 35 Jahre nach der Einweihung des Hafens gründet Franz Dolezych die Keimzelle unserer heutigen Dolezych GmbH & Co. KG, die „Westdeutsche Drahtseilverkaufsgesellschaft mbH“ in der Braunschweiger Straße 127 in Dortmund- Asseln. Die Firma wächst in den dann folgenden Jahren auf 12 Beschäftigte und einen Umsatz von über 350.000 Reichsmark. Mit der weiteren Entwicklung, trotz schwieriger Nachkriegsjahre, wird es am ursprünglichen Firmensitz zu eng.

Franz Dolezych glaubt an die Wirtschaftskraft des Hafens und verlegt seinen Stammsitz 1951 in die heutige Hartmannstraße (damals noch Sunder- weg). Die perfekte Lage, um Güter, ob zu Wasser oder zu Land, in alle Welt verschicken zu können.

Dreamteam in Dortmund

Beide, der Hafen und Dolezych, wachsen weiter. Heute ist der ursprüngliche „Wasserbahnhof der Montanindustrie“ Europas größter Kanalhafen, ein urbanes Logistikzentrum und Industriegebiet.
Dolezych bietet in Dortmund rund 230 Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz. Unser Stammsitz wird kontinuierlich modernisiert und erweitert. Kurz gesagt, die Dortmunder Hafen AG und Dolezych sind ein Dreamteam. Geschäftsführer Karl-Heinz Keisewitt ist gleichzeitig im Verein Dortmunder Hafenanlieger e.V. aktiv, seit 2016 als Vorsitzender. Er sieht in dem perfekten Standort eines der Erfolgsgeheimnisse: „Der Dortmunder Hafen ist das größte zusammenhängende Gewerbegebiet auf Dortmunder Fläche. Wir sind gerne hier, weil der Hafen die perfekte logistische Drehscheibe im Herzen Europas ist. Von hier aus erreichen wir alle relevanten europäischen Destinationen in längstens 24 bis 48 Stunden.“

Anlässlich der offiziellen Gratulation zum Jubiläum bestätigt Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG, die enge Verbindung: „Das Band, das den Dortmunder Hafen und Dolezych verbindet, kommt einem reißfesten Spanngurt aus Ihrem Unternehmen gleich. Wir freuen uns auf die nächsten Jahrzehnte prosperierender Zusammenarbeit!“


Das macht kaum einer!

Besuch in der BlackSeries-Fertigung

Um große Gewichte zu heben, braucht man riesige Hebeanlagen? Falsch! Platzsparend und gleichzeitig extrem kraftvoll heben können Sie auch mit verschiedenen Handhebezeugen, zum Beispiel mit Hebelketten- oder Flaschenzügen. Unsere Produkte aus der BlackSeries-Reihe für „handbetriebene Krane“ (auch Handhebezeuge genannt) fertigen wir nach DIN EN 13157 und nach Ihren individuellen Vorgaben. Entsprechend Ihren Anforderungen können wir zum Beispiel die Hublänge anpassen. Bei Flaschenzügen (ab 500 kg und Hebelzügen ab 750 kg) wird die Rutschkupplung zwischen 140 und 180% der Nenntragfähigkeit eingestellt. Anschließend prüfen wir die Hebezeuge mit mind. 25% Überlast und stellen ein entsprechendes 3.1 Abnahmeprüfzeugnis aus. Mit Stolz dürfen wir behaupten: Das macht kaum ein anderer Hersteller in Deutschland!
So viel zur Produktqualität. Doch wer fertigt bei Dolezych eigentlich? Wer sind die Menschen hinter dem Produkt?

Sie bezeichnen sich als „best buddies“ – bereits bei der Frage, was denn die Arbeit so besonders mache, hellen sich beide Gesichter auf und reflexhaft zeigen sie aufeinander. Die Teamarbeit Hand in Hand sei es, worauf sie sich jeden Tag freuten: „Vor allem sind wir beide ein Team – das macht jeden Tag Freude!“

Immer im Team

In diesem Fall sind es Ahmet Avcioglu und Martin Labisch. Seit 2017 arbeiten die beiden in der Black Series-Fertigung und sind perfekt aufeinander abgestimmt. Hauptsächlich konfektionieren Martin Labisch, ausgebildete Fachkraft für Lagerlogistik, und Ahmet Avcioglu, ausgebildeter Dreher, die BlackSeries-Handhebezeuge. Außerdem repariert das Team alles rund um die Handhebezeuge, selbstverständlich auch Fremdfabrikate. Viele Ersatzteile für die gängigsten Marken sind sofort ab Lager verfügbar und können kurzfristig montiert werden.

Familie und Fussball

Die Gemeinsamkeit endet nicht bei der Arbeit. Beide haben fast gleichaltrige Söhne, beide lieben Fußball. Martin ist als „Dortmunder Jung“ selbstverständlich BVB-Fan; Ahmet drückt seinem Heimatklub Beşiktaş Istanbul die Daumen. Aber er interessiert sich auch für die Bundesliga und für den BVB.

Dreamteam mit Verantwortung

Beide erledigen ihre verantwortungsvolle Arbeit unauffällig im Hintergrund. Beeindruckend, wie sie gemeinsam die manchmal enorm großen Hebezeuge für den Kunden vorbereiten. Dabei haben sie die Sicherheit des Anwenders immer im Blick – die Prüfungen werden sehr ernst genommen und im Vier-Augen-Prinzip erledigt. Martin Labisch und Ahmet Avcioglu sind merklich stolz auf ihre Arbeit. Es fasziniert sie jeden Tag aufs Neue, dass mit so wenig Kraftaufwand solch gewichtige Lasten gehoben werden können. Schweres leicht aussehen zu lassen – das funktioniert eben am besten im Team!

Wer’s ganz genau wissen will


• Mit den BlackSeries-Hebelzügen können Sie Lasten zwischen 250 kg und 9 t heben.
• Der BlackSeries-Flaschenzug ist lieferbar für Lasten zwischen 500 kg und 15 t (auf Anfrage bis zu 50t).
• Die Hublänge bestimmen und bestellen Sie je nach Bedarf – das ist einer der Vorteile unserer Konfektionierung für Sie in Dortmund.
• Nach DGUV-Vorschrift 54 müssen Hebel- und Flaschenzüge mindestens einmal im Jahr einer Sicht- und Funktionsprüfung unterzogen werden. Der Dolezych-Prüfservice prüft gerne bei Ihnen vor Ort oder auch in unserem eigenen Prüflabor.


Hier geht’s zum Online Shop zur BlackSeries-Reihe:

Haben Sie noch Fragen? Brauchen Sie Beratung bei der Auswahl eines BlackSeries-Hebezeugs? Hier geht’s zu den Ansprechpartnern in unseren Verkaufsabteilungen:


DoLast hebt an!

300 Tonnen an einer Traverse

Eine riesige koksverarbeitende Maschine – ein sogenannter Füllwagen – soll als Ganzes über Brüssel nach Marseille verschifft werden. Die Aufgabenstellung an uns in Dortmund: Eine Traverse konstruieren, die den Füllwagen in der ungefähren Größe eines kleinen Hauses und einem Gewicht von ca. 300 t anheben kann.

Diese Herausforderung haben unsere Konstrukteure gerne angenommen. Die Traverse ist in der Größe genauso beeindruckend wie die Maschine, die gehoben wird. Zum Probehub waren wir vor Ort: Innerhalb eines Vormittags war die Traverse angeschlagen, inklusive der gigantischen Last angehoben und sie versah ihren Dienst: Unaufgeregt und zuverlässig – Probehub geglückt! Wir haben die aufregende Szenerie fotografisch begleitet:


Perfekte Verbindung zwischen textiler Kette DoNova® und Spanner DoRa

Für die ordnungsgemäße Ladungssicherung müssen Sie unter anderem mit Ratschlastspannern und Zurrketten sichern. Je schneller und einfacher dies möglich ist, desto besser für Mitarbeiter und Nerven.

Wie so oft liegt auch hier der Teufel im Detail. Dieses Detail zur beliebten textilen Zurrkette DoNova® und dem innovativen Ratschlastspanner DoRa haben unsere Ingenieure in Dortmund entwickelt: Der extra angepasste DoRa-Haken verbindet den DoRa-Teleskop-Spanner jetzt sicher mit der DoNova®-Zurrkette. So können Sie alle Vorteile der superleichten textilen Kette und des DoRa-Spanners in seiner minimalen Bauweise bei gleichzeitig maximalem Spannweg genießen – effizientes und flexibles Arbeiten ist dann garantiert!

Wer’s ganz genau wissen will

Verfügbar ist die Kombination aus DoRa-Spanner und DoNova®-Kette

Ratschlastspanner DoRa100 für 25/8er, DoNova®-Zurrketten mit LC 10.000 daN

• Ratschlastspanner DoRa200 für 30/8er DoNova®-Zurrketten mit LC 16.000 daN

• Ratschlastspanner DoRa200 für 30/10er DoNova®-Zurrketten mit LC 20.000 daN

Fragen? Unser Team freut sich auf Ihren Anruf unter 0231/8285-0!


Hält das? – Aus der Praxis ins Prüflabor

Wir haben Behelfsanwendungen von Zurrhaken-Verbindungen auf ihre Sicherheit geprüft

Möchte man Ladungen sicher bündeln, werden in der Regel einteilige Gurte genutzt. Reicht die Länge der verfügbaren einteiligen Zurrgurte aber dazu nicht aus oder sind gar keine vorhanden, wird häufig auf zweiteilige Zurrgurte zurückgegriffen. Zum Bündeln werden deren Profilhaken dann ineinander gehängt. Auf diese Weise verlängerte bzw. verbundene Zurrgurte sind keine Seltenheit im europäischen Straßenverkehr.

Doch ist das noch normkonform? In Normen und Richtlinien ist nicht eindeutig definiert, ob und welche Hakenverbindungen zulässig sind. Dort ist lediglich vorgeschrieben, dass Haken mit einer Zugspannung, nicht aber mit Biegespannungen belastet werden dürfen. Auf den ersten Blick ist dies bei vielen der improvisierten Hakenverbindungen wohl nicht gewährleistet. Bisher liegen zu dem Thema aber keine veröffentlichten Tests vor. Sind solche Verbindungen also nun sicher oder nicht? Unser Technikteam war neugierig und ist dieser Fragestellung gemeinsam mit Konrad Rainer vom österreichischen Sachverständigenbüro Cargo Safetytec im Dolezych- Prüflabor nachgegangen. Die Antworten, die dabei herausgekommen sind, sind beeindruckend.

Bestmögliche Testbedingungen

Die Prüflinge waren Profilhaken (oft auch als Spitzhaken bezeichnet), die üblicherweise als Verbindungen von Zurrgurten zu Zurrpunkten oder an Außenrahmenlochprofilen am Fahrzeug eingesetzt werden. Auf unseren zertifizierten Prüfmaschinen der Genauigkeitsklasse 1 testeten wir Prüfanordnungen gemäß der Abbildungen 1 – 4.

Für die Tests wählten wir ausschließlich neue, ungenutzte und geschweißte Qualitätshaken gleichen Typs von Dolezych. „Bewusst haben wir auf die Kombination unterschiedlicher Hakentypen verschiedener Hersteller verzichtet, denn sonst hätten wir zusätzliche Einflüsse beachten müssen, die wir in unseren Tests ausschließen wollten“, erklärt Uwe Schöbel, Leiter der Abteilung Technik.

Prüfungen entlarven schwache Verbindungen

Das Ergebnis der Versuche ist eindeutig: Die meisten der untersuchten Verbindungsmethoden von Zurrhaken sind nicht sicher! „Der Großteil der Hakenkombinationen überstand noch nicht einmal die in der Norm DIN EN 12195-2 vorgeschriebene Belastungsprüfung. Diese besagt, dass ein Zurrgurthaken eine Belastung von mehr als 25% seiner LC ohne Verformungen oder Fehlfunktionen überstehen muss“, sagt unser Prüfingenieur Winfried Röhn. „Auch beim nachfolgenden, ebenfalls normativ vorgeschriebenen Zugversuch versagten fast alle Hakenverbindungen. Dabei müssten die Haken eigentlich mit dem doppelten ihrer LC belastet werden können und dies ohne Bruch überstehen.“ Bei einigen Versuchen brachen die Haken (Abb. 2 und 4). Andere Hakenverbindungen, wie diejenige aus Abb. 1 waren bereits nach den Prüfbelastungen unzulässig stark aufgebogen. Die einzige Kombination, die alle Prüfungen überstand, war die Methode symmetrisch im Hakenkopf ineinander eingehängter Haken.

Eindrucksvolles Fazit

Unsere Prüfungen zeigen also eindrucksvoll: Sobald Haken unsachgemäß verbunden und dabei auf Biegung belastet werden, sind sie nicht mehr sicher. Die gekennzeichnete LC wird nicht mehr erreicht. Das kann verheerende Folgen haben. Derartig improvisierte Hakenverbindungen können in der praktischen Anwendung versagen und dürfen daher auf keinen Fall genutzt werden!

Lediglich die symmetrisch im Hakenkopf gegenseitig ineinander eingehängte Variante erreichte in unseren Tests die erforderliche Festigkeit. „Wenn es sich bei den Zurrhaken um identische Typen handelt, die alle normativen Anforderungen erfüllen, ist diese Verbindung in der praktischen Anwendung durchaus möglich“, resümiert Uwe Schöbel.

Daher unser dringender Rat: Vermeiden Sie risikoreiches Improvisieren! Am besten ist es, durch eine geeignete Auswahl an Zurrmitteln die jeweils richtige Ladungssicherung sicherzustellen. Dazu gehören beispielsweise Umreifungszurrgurte in ausreichenden Längen oder zweiteilige Systeme mit speziellen Zurrhaken.

So ein speziell entwickelter Zurrhaken ist z. B. unser patentierter Haken „DoConnect”. Durch zwei bewegliche Hakenelemente kann dieser in Sekundenschnelle in einen Profil- oder U-Profilhaken verwandelt werden. Um Zurrgurte miteinander zu verbinden oder zu verlängern, brauchen Sie nur zwei DoConnect-Haken ineinanderzuhaken.

Der „DoConnect“ kann als Profilhaken (Abb. 5), als U-Profilhaken (Abb. 6) und als Verbindungshaken (Abb. 7) eingesetzt werden.

Auch die textile Kette DoNova® PowerLash könnte helfen. Sie ist der flexible „Alleskönner“ (mehr Infos zu ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten finden Sie z. B. auf www.donova.info).


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